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Meudalismus
Irrwege

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Was unsere Bundestagsabgeordneten zur Einkommensverteilung in Deutschland meinen!

(2004)

von und mit
Harald Wozniewski

Unter dem Titel [Irrwege/Nilpolitik] “40 Jahre Nilpolitik” habe ich darüber spekuliert, warum es der Politik in mehreren Jahrzehnten nicht gelungen ist, die Ausweitung unserer volkswirtschaftlichen Probleme zu stoppen. Die folgende Korrespondenz zeigt ein ungeheures Maß an Desinteresse und Unkenntnis der Bundestagsabgeordneten zu diesem Thema.

1. Im März 2004 schrieb ich dem Großteil unserer Bundestagsabgeordneten folgendes E-Mail:

Karlsruhe, den 31. März 2004

Sehr geehrte[Anrede],

wir sind eine bundesweite Bürgerinitiative, die sich mit den langfristigen und leider zunehmenden Problemen unserer Gesellschaft und Volkswirtschaft befasst. Sie sind uns als eine äußerst engagierte Person in Bezug auf unsere gesamtgesellschaftlichen Belange und Probleme bekannt geworden, weshalb wir uns erlauben, Sie mit unseren Gedanken und Fragen zu behelligen.

Sehen Sie - wie wir - ein zentrales volkswirtschaftliches Problem in der bekannt schwachen Binnenkonjunktur? Die schwache Binnenkonjunktur hat selbstverständlich Ursachen und Folgen, wobei streitig ist, was man als zentrales und wesentliches Problem ansehen und vor allem angehen soll.Wir sind an diese Frage auf unkonventionelle Weise herangegangen und würden dazu gerne Ihre Meinung erfahren. Wir möchten von Ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung lernen.

Wegen der seit Ende der 60er Jahre stetig steigenden Arbeitslosigkeit haben wir die volkswirtschaftlichen Veränderungen seither untersucht. Selbstverständlichkeiten (z. B. Automatisierung der Arbeitswelt) möchten wir hier nicht vertiefen. Eine - wie uns scheint - interessante und leider beunruhigende Entwicklung ist die sehr drastische Veränderung des Verhältnisses der Einkommen der Menschen zu dem in Deutschland zirkulierenden Geld. So können wir mit Hilfe der Daten des Statistischen Bundesamtes nachweisen, dass die Einkommen von rund 95 % der Steuerzahler im Verhältnis zur Geldmenge (M1) allein von 1974 bis 1995 rapide auf 45,02 % gefallen sind. Dies erklärt sich daraus, dass die Menge des zirkulierenden Geldes M1 um ein Vielfaches angewachsen ist, während die Einkommen der 95 % Steuerzahler (nominell) nur geringfügig zugelegt haben. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von 95% der Steuerzahler hat also immer weiter abgenommen. Kommt es da nicht zwangsläufig zu einer Schwächung der Binnennachfrage, der Nachfrage nach Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräften? Was meinen Sie?

Wir haben auch untersucht, wo das Geld, das in den Jahren hinzugekommen ist und nicht die Einkommen der angeführten Steuerzahler mehrt, entlang fließt, warum dies so ist und welche Konsequenzen man für eine Gesundung der Verhältnisse ziehen könnte. Aber damit möchten wir Sie an dieser Stelle nicht weiter belästigen.

Gerne hören wir von Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski
Bürgerinitiative gesunde Volkswirtschaft
Nowackanlage 2, 76137 Karlsruhe
 

2. Weil bis 11. Mai 2004 kaum einer geantwortet hatte:

Karlsruhe, den 11. Mai 2004

Sehr geehrte[Anrede],

auf unser Schreiben vom 31. März 2004 haben wir von Ihnen leider (noch) keine Antwort erhalten. Für den Fall, dass Ihnen das Schreiben verloren gegangen ist, füge ich es unten noch einmal bei.

Die Feststellungen darin sind für die deutsche Volkswirtschaft äußerst besorgniserregend: “So können wir mit Hilfe der Daten des Statistischen Bundesamtes nachweisen, dass die Einkommen von rund 95 % der Steuerzahler (aus allen Einkunftsarten!) im Verhältnis zur Geldmenge (M1) allein von 1974 bis 1995 rapide auf 45,02 % gefallen sind.” Es ist folglich nur logisch, dass immer mehr Bürger in die Arbeitslosigkeit fallen, immer mehr Bürger mit ihren Unternehmen Schiffbruch erleiden und dass Staat, Gemeinden und Sozialkassen nicht mehr genügend Einnahmen verzeichnen und die gleichzeitig steigenden Sozialkosten nicht mehr decken können.

Deshalb glauben wir, dass Ihnen unser letztes Schreiben nur versehentlich entgangen ist.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski
Bürgerinitiative gesunde Volkswirtschaft
Nowackanlage 2, 76137 Karlsruhe
 

3. Antworten?

Das ist die Liste der Empfänger und vielleicht mal eine Antwort.

Leider findet sich dort kaum eine Antwort, die darauf schließen ließe, das der/die betreffende Abgeordnete die Problematik zu durchdringen vermag.

In keinem einzigen Fall wurde eine zweite Antwort gegeben, wenn es also konkreter zur Sache ging.

Mein Resümee: Keine Partei ist in der Lage, Deutschland aus der bestehenden Misere herauszuführen!

3.1 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Andreae, Kerstin

keine Antwort

Beck (Bremen), Marieluise

keine Antwort

Beck (Köln), Volker

keine Antwort

Behm, Cornelia

keine Antwort

Bender, Birgitt

keine Antwort

Berninger, Matthias

keine Antwort

Bettin, Grietje

keine Antwort

Bonde, Alexander

keine Antwort

Deligöz, Ekin

keine Antwort

Dückert, Dr. Thea

keine Antwort

Dümpe-Krüger, Jutta

keine Antwort

Eichstädt-Bohlig, Franziska

keine Antwort

Eid, Dr. Uschi

keine Antwort

Fell, Hans-Josef

Montag, 17. Mai 2004 10:01

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich habe selbst bereits Aktivitäten zum Thema Regionalgeld ergriffen und bin für dieses Problem sensibilisiert (siehe unten).

Mit freundlichen Grüßen,

Hans-Josef Fell
---------------
Mitglied des Deutschen Bundestages
Forschungs- und technologiepolitischer Sprecher und Energieexperte
der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fischer (Frankfurt), Joseph

Donnerstag, 1. April 2004 11:38

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

für Ihre Email möchte ich mich auch im Namen von Joschka Fischer bei Ihnen bedanken. Gewiss haben Sie Verständnis dafür, dass Herr Fischer als Außenpolitiker nicht alle an ihn gerichteten Anfragen persönlich beantworten kann.

Sie haben sich die Mühe gemacht einige Überlegungen zum Thema Binnenkonjunktur anzustellen. Wie Sie sich sicher vorstellen können, erreichen uns täglich zahlreiche Briefe, in denen Bürgerinnen und Bürger uns über Sachverhalte unterrichten oder uns Vorschläge zur Lösung aktueller Probleme machen. Viele Vorschläge und Erfahrungen, die wir übermittelt bekommen, helfen uns bei der Einschätzung praktischer Folgen vieler Detailfragen. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis dafür, dass wir aus Gründen der Arbeitskapazität nicht detailliert auf alle uns vorgetragenen Gedanken eingehen können.

Wir leiten konstruktive und hilfreiche Vorschläge jedoch an unsere zuständigen Experten zwecks Kenntnisnahme und eventueller Einbeziehung interessanter Aspekte in die Debatte weiter.

Mit freundlichem Gruß

Vera Bünte
Wiss. Mitarbeiterin

Göring-Eckardt, Katrin

keine Antwort

Hajduk, Anja Margarete Helene

Freitag, 2. April 2004 10:47

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für Ihr e-mail. Anja Hajduk hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Die umlaufende Geldmenge erscheint mir nicht die Ursache unserer wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland zu sein. In anderen Ländern hat sich dies allerdings durchaus als Problem erwiesen, so bei der Asienkrise in den 90er Jahre.

Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes hat sich in den letzten Jahrzehnten insbesondere wegen neuer Finanzinstrumente (Derivate) erhöht. Teilweise sind es letztlich reine Wetten auf eine bestimmte wirtschaftliche Entwicklung. Wenn sich diese nicht so entwickelt, wie gewettet wurde, dann kann es einen großen Vertrauensverlust in der Geldwirtschaft geben, der auch auf die Realwirtschaft ausstrahlt.

Für Deutschland sind aber insbesondere andere Ursachen für dessen Schwäche zu nennen:

1. Geringe Ausnutzung des Arbeitspotenzials: Im internationalen Vergleich hat Deutschland eine unterdurchschnittliche Beschäftigungsquote und die Beschäftigten haben die niedrigsten Arbeitsstunden pro Jahr. Pro Stunde wird zwar mehr geleistet, aber wer das Produktivitätstempo nicht mithalten kann, fällt in das soziale Netz. Die Sozialkosten erhöhen wieder den Druck auf die Arbeitsproduktivität.

2. Bürokratische Übersteuerung: Die bürokratische Regeln sind deutlich übertrieben. Der Bürger kann das Chaos von Verwaltungsvorschriften nicht überblicken, manchmal selbst Finanzbeamte nicht ihre Steuervorschriften.

3. Starke Bindung öffentlicher Finanzmittel: Zins- und Alterssicherungsversprechungn sind Kaufkraftzuordnungen, ohne dass dahinter eine Gegenleistung steht. Um etwas zu kaufen, muss aber jemand bereit sein dafür etwas zu leisten. Z.T. haben wir Strukturen, die die Leistungsbereitschaft dämpfen.
Der Satz “Nachfrage erzeugt Angebot” ist genauso falsch wie der Satz “Angebot erzeugt Nachfrage”. Entscheidend für wirtschaftliche Dynamik ist, dass Menschen oder Unternehmen Leistungen bringen, die sie miteinander austauschen wollen und können. Geld als Schmiermittel für solche Austauschprozesse hat hier zunächst erst eine zweitrangige Funktion.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Michael Vöhringer


Sehr geehrter Herr Vöhringer,

vielen Dank für Ihr E-Mail!

Geldmenge und Umlaufgeschwindigkeit sind nicht dasselbe. Eine Erklärung, warum die Verteilung der Geldmenge für die Volkswirtschaft von Bedeutung ist, finden Sie unter http://www.dr-wo.de/schriften/nil/index.htm

Warum bezeichnen die Punkte unter 1 als Ursache? Sind das nicht bloß Folgen?

Über Punkt 2 wird viel diskutiert, vor allem von denen, die ihre Freiheit und ihren Reichtum mehren wollen.

Die Probleme in den Staats- und Sozialkassen gehen natürlich einher mit den Problemen in den Privatkassen der Bevölkerung.

Der Satz “Nachfrage erzeugt Angebot” ist genauso falsch wie der Satz “Angebot erzeugt Nachfrage”. Richtig! Das Problem liegt auf einer anderen Ebene. Insolvenzen und Arbeitslosigkeit zeigen das hohe Angebot an Gütern (Waren, Dienstleistungen, Arbeitskräfte usw.). Die Güter werden nicht mehr genügend abgerufen, weil sich in der Bevölkerung Geldmangel breit macht. Diesen Geldmangel können Sie natürlich nicht feststellen, wenn Sie die nur die Größe der Geldmenge insgesamt betrachten. Sie müssen dazu die (dynamische) Verteilung innerhalb der Bevölkerung sehen (http://www.dr-wo.de/schriften/nil/index.htm).

“Geld als Schmiermittel” kenne ich nur im Zusammenhang mit Bestechungen und Korruption. In der Volkswirtschaft ist Geld der herausragende Gegenpart des Güterkreislaufs.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Hermann, Winfried

keine Antwort

Hermenau, Antje

keine Antwort

Hettlich, Peter

keine Antwort

Höfken, Ulrike

keine Antwort

Hoppe, Thilo

keine Antwort

Hustedt, Michaele

keine Antwort

Kuhn, Fritz

keine Antwort

Künast, Renate Elly

keine Antwort

Kurth, Markus

keine Antwort

Kurth, Undine

keine Antwort

Loske, Dr. Reinhard

Freitag, 4. Juni 2004 10:50

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

vielen Dank für Ihren Brief in dem Sie die Frage der Einkommensentwicklung vor dem Hintergrund der Entwicklung der Geldmenge ansprechen. Entscheidend für die Frage der durchschnittlichen Einkommensentwicklung ist die Frage, wie groß die reale Einkommensentwicklung ist - also die um die Geldentwertung bereinigte Einkommensentwicklung.

Das durchschnittliche pro Kopf real verfügbare Einkommen ist zwischen 1974 und 1995 um rund 35 Prozent angestiegen!

Die momentane Wachstumsschwäche Deutschlands und zweifellos schwierige wirtschaftliche Lage hat strukturelle und konjunkturelle, hausgemachte und internationale Ursachen. Manche entziehen sich einer unmittelbaren Gestaltbarkeit, viele aber können durch politisches Handeln wirksam bekämpft werden

Augenfällig ist die Wachstumsschwäche Deutschlands seit dem Abflauen des Booms der Deutschen Einheit. Gründe dafür sind Probleme am Arbeitsmarkt, die wirtschaftlichen Folgen der deutschen Einheit, die schwache Entwicklung der Binnennachfrage, die hohe Sparneigung in Deutschland, Probleme im Bildungssektor und im Bereich Hochtechnologie, sowie seit dem Jahr 2001 verschärfte Finanzierungsprobleme der Wirtschaft.

Wir sind fest davon überzeugt, dass Strukturreformen notwendig sind, damit Wachstum und Beschäftigung entstehen können. Das gebieten der verschärfte Wettbewerbsdruck durch die Globalisierung, die Alterung der Gesellschaft, zur Zeit nicht tragfähig finanzierte soziale Sicherungssysteme und die strukturelle Verschuldung öffentlicher Haushalte.

Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag und die rot-grüne Koalition haben dazu weit reichende Vorschläge erarbeitet und zahlreiche Gesetzesvorhaben abgeschlossen, die in die richtige Richtung weisen. Ein Teil der Vorhaben wurde von der Union über den Bundesrat blockiert.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Preidel
Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen
Infoservice


Sehr geehrte Frau Preidel,

vielen Dank für Ihr E-Mail und Ihre ausführliche Antwort!

Sie weisen - wie viele - u. a. auf die nominale Einkommenssteigerung hin, die Sie für die Zeit 1974 bis 1995 mit (durchschnittlich!) 35% angeben. Erlauben Sie mir bitte, dass ich Ihnen zu dieser Betrachungsweise der Einkommensentwicklung die Schrift “Die Einkommensentwicklung steht Kopf” (ee.pdf) beifüge, die genau diese Art der Betrachtung hinterfragt.

In nil.pdf finden Sie eine theoretische, aber leicht verständliche Diskussion der Entwicklung der Verteilung der Geldmenge und der Folgen für eine Volkswirtschaft. Die Wirklichkeitsnähe dieses theoretischen Ansatzes wird in der oben bereits genannten Schrift ee.pdf bewiesen. Die Daten und Fundstellen dazu sind in einkommen61-95.xls enthalten. Hierauf beruhen die Feststellungen in meinen ursprünglichen E-Mails.

Gerne hören wir wieder von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Lührmann, Anna

keine Antwort

Montag, Jerzy

keine Antwort

Müller (Köln), Kerstin

keine Antwort

Nachtwei, Winfried

keine Antwort

Nickels, Christa

keine Antwort

Ostendorff, Friedrich

keine Antwort

Probst, Simone

keine Antwort

Roth (Augsburg), Claudia

Dienstag, 11. Mai 2004 13:01

Sehr geehrter Herr Dr. Harald Wozniewski,

wir haben Ihre ertse Mail wahrgenommen gehabt und sie mit der Bitte um Stellungnahme und Beantwortung an die zuständigen Arbeitskreise und Gremien der Fraktion weitergeleitet. Ich hoffe, dass unsere Kollegen trotz ihrer knappen Kapazitäten in der Lage sein werden, Ihnen eine
Rückmeldung zu geben. Was sie allerdings nicht leisten können, ist, Diskussionen in Form von Mailkorrespondenz zu führen oder rhetorische Fragen beantworten zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Ali Mahdjoubi

Sager, Krista

Montag, 5. April 2004 11:20

Sehr geehrter Herr Woznieski,

die von Ihnen aufgezeigte Relation ist sehr interessant, allerdings erschließt sich mir die Bedeutung nicht unmittelbar. Die Geldmenge M1 umfasst im Wesentlichen Bargeld und Sichtguthaben wie z.B. auch Tagesgeldkonten, also unmittelbar verfügbares Geld. Die Geldmenge wird dabei von einer Vielzahl von Einflussfaktoren bestimmt wie z.B. die Bargeldhaltung in vielen osteuropäischen Ländern, dort war früher die DM und ist heute der Euro zur Parallelwährung geworden und hat auch Wertaufbewahrungsfunktion, die Menschen “horten” also ihr Vermögen früher in DM und heute in Euros, weil sie dies als unter den gegebenen Bedingungen “sicherste” Anlageform betrachten. Oder denken Sie an die große Zahl von Tagesgeldkonten, die als kurzfristige Anlageform deutlich zugenommen hat, auch weil viele ausländische Banken mit lukrativen Angeboten auf den Markt getreten sind. Die Zinsen sind auf historischem Tiefstand, die kurzfristigen flexiblen Anlagen auf einem Höchststand, deren Volumen entsprechend groß erscheint im Vergleich zum laufenden Einkommen.

Die Schwäche der Binnenkonjunktur in Deutschland ist allerdings ein zentrales Problem und erweist sich als Bremse für den erhofften Aufschwung. Wir haben deshalb auch zu Beginn des Jahres einen erheblichen Teil der Steuerentlastung der nächsten Steuerreformstufe in 2005 vorgezogen. In diesem Jahr werden die Steuerzahler - gerade auch im unteren und mittleren Einkommensbereich - um rund 15 Milliarden Euro entlastet. Allerdings darf man auch hier keine Wunder erwarten, wichtig ist nämlich auch das Vertrauen der Menschen in eine sichere wirtschaftliche Zukunft, und daran wollen wir arbeiten. Wir wollen die Sozialversicherungsbeiträge, die nur auf Einkommen der Arbeitnehmer bis zur Bemessungsgrenze erhoben werden, weiter senken. Dies wird den heimischen Konsum stabilisieren. So wird infolge der Gesundheitsreform eine Reihe von Krankenkassen im Laufe des Jahres ihre Beiträge zugunsten der Versicherten deutlich senken. Niedrigere Lohnnebenkosten wird auch die Arbeitgeber zu mehr Einstellungen ermutigen, und mehr Beschäftigung schafft wiederum mehr Einkommen und verbessert die Bedingungen für mehr Konsum. Auch die zunehmende Schwarzarbeit wollen wir bekämpfen, weil es die Wettbewerbsbedingungen gerade für ehrliche Unternehmen nachhaltig verschlechtert und offizielle Beschäftigung wiederum gefährdet. Schwarzarbeit vergiftet das Klima in einer Gesellschaft, weil die ehrlichen Steuerzahler und sozialversicherte Beschäftige die Dummen sind, das wollen wir so nicht hinnehmen.

Die Geldpolitik kann für eine positive wirtschaftliche Entwicklung auch die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, also die Liquidität einer Volkswirtschaft verbessern. Die Tatsache, dass genügend Geld in einer Volkswirtschaft vorhanden ist, sagt wenig darüber aus, ob die Arbeitnehmer, Familien und Rentner tatsächlich mehr nachfragen wollen und die Unternehmen bereit sind, mehr zu investieren. Deshalb sind eine Vielzahl von Faktoren für die Entwicklung einer Volkswirtschaft verantwortlich, und diese Faktoren wollen wir positiv beeinflussen.

Mit freundlichen Grüßen

Gaby Kirschbaum

Büroleiterin


Sehr geehrte Frau Kirschbaum,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Erlauben Sie mir bitte, dass ich zwischen Ihren Zeilen antworte:

    ----- Original Message ----- From:Kirschbaum GabyTo:Dr. Harald WozniewskiSent: Monday, April 05, 2004 11:20 AM Subject: AW: Binnenkonjuktur Deutschland
    Sehr geehrter Herr Woznieski,

    die von Ihnen aufgezeigte Relation ist sehr interessant, allerdings erschließt sich mir die Bedeutung nicht unmittelbar.

Eine leichte Erläuterung finden Sie unter www.dr-wo.de/schriften/nil .

    Die Geldmenge M1 umfasst im Wesentlichen Bargeld und Sichtguthaben wie z.B. auch Tagesgeldkonten, also unmittelbar verfügbares Geld. Die Geldmenge wird dabei von einer Vielzahl von Einflussfaktoren bestimmt wie z.B. die Bargeldhaltung in vielen osteuropäischen Ländern,

Die Zahlen der Bundesbank, die ich verwendet habe, beziehen sich auf die Geldmenge im Inland (www.dr-wo.de/schriften/ee).

    dort war früher die DM und ist heute der Euro zur Parallelwährung geworden und hat auch Wertaufbewahrungsfunktion, die Menschen “horten” also ihr Vermögen früher in DM und heute in Euros, weil sie dies als unter den gegebenen Bedingungen “sicherste” Anlageform betrachten. Oder denken Sie an die große Zahl von Tagesgeldkonten, die als kurzfristige Anlageform deutlich zugenommen hat, auch weil viele ausländische Banken mit lukrativen Angeboten auf den Markt getreten sind. Die Zinsen sind auf historischem Tiefstand, die kurzfristigen flexiblen Anlagen auf einem Höchststand, deren Volumen entsprechend groß erscheint im Vergleich zum laufenden Einkommen.

Die Entwicklung / Zunahme der Geldmenge ist sehr stetig, also wohl nicht sehr von kurzfristigen “Modeerscheinungen” abhängig (www.dr-wo.de/schriften/ee). Zudem ändern jegliche Erklärungsversuche nichts an den (beunruhigenden) Fakten.

    Die Schwäche der Binnenkonjunktur in Deutschland ist allerdings ein zentrales Problem und erweist sich als Bremse für den erhofften Aufschwung.

Verzeihen Sie bitte meinen kleinen Widerspruch gegen Ihre Formulierung: “erweist sich als Bremse”. Das eine (Schwäche der Binnenkonjunktur) ist nicht Ursache oder Folge des anderen (Aufschwung). Beides sind parallele Erscheinungen mit womöglich gemeinsamen Ursachen und mit womöglich gemeinsamen Folgen.

    Wir haben deshalb auch zu Beginn des Jahres einen erheblichen Teil der Steuerentlastung der nächsten Steuerreformstufe in 2005 vorgezogen. In diesem Jahr werden die Steuerzahler - gerade auch im unteren und mittleren Einkommensbereich - um rund 15 Milliarden Euro entlastet. Allerdings darf man auch hier keine Wunder erwarten, wichtig ist nämlich auch das Vertrauen der Menschen in eine sichere wirtschaftliche Zukunft, und daran wollen wir arbeiten. Wir wollen die Sozialversicherungsbeiträge, die nur auf Einkommen der Arbeitnehmer bis zur Bemessungsgrenze erhoben werden, weiter senken. Dies wird den heimischen Konsum stabilisieren. So wird infolge der Gesundheitsreform eine Reihe von Krankenkassen im Laufe des Jahres ihre Beiträge zugunsten der Versicherten deutlich senken. Niedrigere Lohnnebenkosten wird auch die Arbeitgeber zu mehr Einstellungen ermutigen, und mehr Beschäftigung schafft wiederum mehr Einkommen und verbessert die Bedingungen für mehr Konsum. Auch die zunehmende Schwarzarbeit wollen wir bekämpfen, weil es die Wettbewerbsbedingungen gerade für ehrliche Unternehmen nachhaltig verschlechtert und offizielle Beschäftigung wiederum gefährdet. Schwarzarbeit vergiftet das Klima in einer Gesellschaft, weil die ehrlichen Steuerzahler und sozialversicherte Beschäftige die Dummen sind, das wollen wir so nicht hinnehmen.

Die Absichten sind ehrenwert. Aber darauf möchte ich hier nicht eingehen, da das zu sehr ablenken würde.

    Die Geldpolitik kann für eine positive wirtschaftliche Entwicklung auch die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, also die Liquidität einer Volkswirtschaft verbessern. Die Tatsache, dass genügend Geld in einer Volkswirtschaft vorhanden ist, sagt wenig darüber aus, ob die Arbeitnehmer, Familien und Rentner tatsächlich mehr nachfragen wollen und die Unternehmen bereit sind, mehr zu investieren.

Die Menge des Geldes in einer Volkswirtschaft sagt vor allem nichts darüber aus, wie das Geld sich innerhalb der Bevölkerung (dynamisch) verteilt. Wer kein Geld oder nicht genügend Geld hat, kann schlicht und einfach nichts zur Konjunktur beitragen. Wer sich umgekehrt vor lauter Geld (dynamisch gesehen: Einkommen) retten kann, kann dieses gar nicht mehr in normaler Umschlaggeschwindigkeit wieder in die Volkswirtschaft einbringen; sein Beitrag zur Konjunktur ist trägt folglich ebenfalls relativ gering (sog. “Meudaleffekt”).

    Deshalb sind eine Vielzahl von Faktoren für die Entwicklung einer Volkswirtschaft verantwortlich, und diese Faktoren wollen wir positiv beeinflussen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gaby Kirschbaum
    Büroleiterin

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Scheel, Christine

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Schewe-Gerigk, Irmingard

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Schlauch, Rezzo

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Schmidt (Ingolstadt), Albert

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Schulz (Berlin), Werner

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Selg, Petra

keine Antwort

Sowa, Ursula

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Steenblock, Rainder

keine Antwort

Stokar von Neuforn, Silke

keine Antwort

Ströbele, Hans-Christian

Freitag, 2. April 2004 18:35

Sehr geehrter Herr Wozniewski.

Leider fehlt mir die Fachkenntnis, um Ihre These ausreichend zuverlässig beantworten zu können. Ich kann nicht beurteilen, was die zirkulierde Geldmenge mit der Binnenkaufkraft zu tun hat und was das Einkommen der Steuerzahler mit der Geldmennge.

Mein Fachbereich im Bundestag ist die Innen- und Rechtspolitik.

Mit freundlichem Gruß
Ströbele


Sehr geehrter Herr Ströbele,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ihre Antwort verdient Respekt. Und so will ich Sie nicht weiter belästigen.

Falls Sie die von mir aufgeworfene Frage aber doch einmal interessiert, hier finden Sie eine leicht verständliche Erklärung: http://www.dr-wo.de/schriften/nil/index.htm

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Trittin, Jürgen

keine Antwort

Tritz, Marianne

keine Antwort

Ulrich, Hubert

keine Antwort

Vogel-Sperl, Dr. Antje

keine Antwort

Vollmer, Dr. Antje

keine Antwort

Volmer, Dr. Ludger

Donnerstag, 1. April 2004 10:04

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir haben diese zur Beantwortung an die
zuständige Fraktionsstelle weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen vom
- Büro Dr. Ludger Volmer MdB -

Winkler, Josef Philip

keine Antwort

Wolf (Frankfurt), Margareta

keine Antwort

3.2 CDU/CSU

Adam, Ulrich

keine Antwort

Aigner, Ilse

keine Antwort

Altmaier, Peter

keine Antwort

Austermann, Dietrich

Dienstag, 6. April 2004 13:13

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich habe Ihre E-Mail vom 31. März 2004 mit Interesse gelesen. Die von Ihnen in den Raum gestellten Veränderungen beim Verhältnis zwischen den Einkommen (ich vermute: der unselbständig Beschäftigten) und der Geldmenge (M1) sind für sich genommen ohne Zweifel interessant. Ob man aber allein aus der Veränderung dieses Verhältnisses auf eine abnehmende volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Gruppe der Steuerzahler und darüber hinaus auf einen kausalen Zusammenhang zur aktuellen Schwäche der Binnennachfrage schließen kann, ist aus meiner Sicht offen.

Bekannt ist, dass in der langfristigen Tendenz der Anteil der Löhne und Gehälter am BIP zurückgeht, während gleichzeitig der Anteil der Einkünfte aus Kapitalvermögen ansteigt. Das ergibt sich nahezu zwangsläufig daraus, dass im Verlauf der Jahrzehnte und der zunehmend kapitalintensiven technologischen Entwicklung der Kapitalstock einer Volkswirtschaft wächst, sodass auch das auf dem Einsatz des Kapitalstocks beruhende Einkommen (jedenfalls langfristig) wachsen muss, auch im Verhältnis zum BIP. Die konjunkturellen Wirkungen dieser Entwicklung hängen doch eher von der Verteilung und Verwendung dieser Einkommen ab. Dabei ist festzustellen, dass in den letzten Jahren insbesondere durch Privatisierung von Bundesvermögen, der Anteil der “normalen” Einkommensbezieher, die Kapitalvermögen besitzen, zweifellos angestiegen ist.

Ob die von Ihnen in den Raum gestellte Relation zu neuen, aufschlussreichen Aussagen führt, vermag ich z. Z. nicht zu beurteilen. Ich warte insoweit auf die von Ihnen im letzten Absatz Ihres Schreibens angekündigten weiteren Untersuchungen und Ergebnisse. Sie dürfen mich insoweit gerne “belästigen”.

Mit freundlichen Grüßen

Dietrich Austermann, MdB


Sehr geehrter Herr Austermann,

vielen Dank für Ihr E-Mail und Ihre Stellungnahme! Ihre Vermutung, dass ich hinsichtlich der 95% von den Einkommen abhängig beschäftigter spreche, geht (leider) fehl. Es sind alle steuerlichen Einkommensarten inbegriffen! Näheres dazu und zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen in den unten beigefügten zwei Schriften,

  • über den theoretischen Zusammenhang zwischen Einkommen, Geldmenge und Konjunktur und
  • über die tatsächlichen Verhältnisse in Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Barthle, Norbert

Dienstag, 11. Mai 2004 12:37

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

das war kein Versehen. Wir müssen uns bei der Beantwortung auf eMails aus unserem Wahlkreis beschränken - und schon damit sind wir fast überfordert. Wollten wir auf ALLE eMails eingehen, deutschlandweit, müssten wir mehr Mitarbeiter einstellen, als Sie als Steuerzahler bereit wären, zu finanzieren... ;-)

Mit freundlichen Grüßen
i.A.

Edmund Gödde


Sehr geehrter Herr Gödde,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Herr Abgeordneter Barthle doch nicht willens oder nicht in der Lage ist, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski


Mittwoch, 12. Mai 2004 12:02

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

wenn uns ein ähnliches Schreiben aus dem Wahlkreis erreicht, wird es selbstverständlich behandelt und beantwortet. Ich habe Ihnen nur verständlich zu machen “versucht”, daß wir unmöglich alle eMails aus dem Bundesgebiet beantworten können. Selbstverständlich halten alle Schreiber ihr Anliegen für BUNDESWEIT bedeutsam, das wird von uns auch nicht bestritten - nur können wir eben nicht alle beantworten.

Falls Sie an differenzierten Antworten aus den Wahlkreisen interessiert sind, hätten Sie jeweils Ihre Mitglieder aus den Wahlkreisen schreiben lassen sollen, diese bundesweiten eMails werden - erfahrungsgemäß - in sehr vielen Büros gelöscht, da man anders der Masse nicht Herr wird. Ihnen müsste meines erachtens der Kollege von Norbert Barthle, MdB Fischer (Karlsruhe) antworten, er ist “zuständig”.

Mit freundlichen Grüßen
i.A.

Edmund Gödde

Bauer, Dr. Wolf

keine Antwort

Baumann, Günter

keine Antwort

Beck, Ernst-Reinhard

keine Antwort

Bellmann, Veronika Maria

keine Antwort

Bergner, Dr. Christoph

keine Antwort

Bernhardt, Otto

keine Antwort

Bietmann, Prof. Dr. Rolf

keine Antwort

Binninger, Clemens

keine Antwort

Blank, Renate

keine Antwort

Bleser, Peter

keine Antwort

Blumenthal, Antje

keine Antwort

Böhmer, Dr. Maria

keine Antwort

Borchert, Jochen

keine Antwort

Börnsen (Bönstrup), Wolfgang

keine Antwort

Bosbach, Wolfgang

keine Antwort

Bötsch, Dr. Wolfgang

keine Antwort

Brähmig, Klaus

keine Antwort

Brauksiepe, Dr. Ralf

keine Antwort

Braun, Helge Reinhold

keine Antwort

Brüning, Monika

keine Antwort

Brunnhuber, Georg

keine Antwort

Butalikakis, Verena

keine Antwort

Büttner (Schönebeck), Hartmut

keine Antwort

Caesar, Cajus

keine Antwort

Carstens (Emstek), Manfred

keine Antwort

Carstensen (Nordstrand), Peter-Harry

keine Antwort

Connemann, Gitta

Montag, 5. April 2004 14:26

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich nehme Bezug auf Ihre E-Mail vom 31. März 2004. Darin sprechen Sie Ursachen und Folgen einer schwachen Binnenkonjunktur an. Ich bin mit Ihnen einer Auffassung, dass diese in erheblichem Maße die derzeitigen Probleme bedingt. Vor diesem Hintergrund wäre es für mich interessant, mehr Informationsmaterial von Ihnen zu erhalten. Über eine Übersendung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Gitta Connemann MdB


Sehr geehrte Frau Connemann,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Gerne sende ich Ihnen zur weiteren Informationen zwei Schriften,

  • eine über den theoretischen Zusammenhang zwischen Einkommen, Geldmenge und Konjunktur und
  • eine über die tatsächlichen Verhältnisse in Deutschland diesbezüglich

(unten).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Dautzenberg, Leo

keine Antwort

Deittert, Hubert

keine Antwort

Deß, Albert

keine Antwort

Dobrindt, Alexander

keine Antwort

Dominke, Vera

keine Antwort

Dörflinger, Thomas

keine Antwort

Dött, Marie-Luise

keine Antwort

Eichhorn, Maria

keine Antwort

Eppelmann, Rainer

keine Antwort

Eymer (Lübeck), Anke

keine Antwort

Fahrenschon, Georg

keine Antwort

Falk, Ilse

keine Antwort

Faust, Dr. Hans Georg

Mittwoch, 31. März 2004 13:21

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,
sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für Ihre informative E-Mail. Ich habe diese an die zuständige Arbeitsgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

--
Dirk Bürger
Persönlicher Referent
Büro Dr. Hans Georg Faust, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030/227-77775
Fax: 030/227-70007

Feibel, Albrecht

keine Antwort

Ferlemann, Enak

keine Antwort

Fischbach, Ingrid

keine Antwort

Fischer (Hamburg), Dirk

keine Antwort

Fischer (Karlsruhe-Land), Axel E.

Donnerstag, 13. Mai 2004 10:05

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich sehe wie Sie eine erhebliche Konsumschwäche in Deutschland, die in wesentlichen Teilen einerseits auf ein Klima der Verängstigung und Verunsicherung der Menschen durch vielfältigste “Horrormeldungen” zurück zu führen ist, andererseits in einer immer weiter um sich greifenden staatlichen Lenkung der Konsumgüternnachfrage sowie von Investitionen in volkswirtschaftlich unrentable Verwendungen. Hinzu kommt die volkswirtschaftliche schädliche staatliche Umverteilungspolitik, die die verbliebenen Leistungsträger über Gebühr belastet, aus den derzeit vorhandenen Mitteln nicht gedeckt werden kann und von einer großen Zahl von Menschen als ungerecht empfunden wird. Verunsicherung, staatlich-planerische Omnipräsenz, das sinkende Vertrauen in staatliche Institutionen und die wirtschaftliche Schwächung gemeinsam sind aus meiner Sicht die wesentlichen Ursachen für unsere derzeitigen Wirtschaftsprobleme.

Ihre Beobachtungen über Entwicklungen auf dem Geldmarkt (Ausdehnung der Geldmenge im Verhältnis zu den Einkünften von 95% der Steuerzahler) sind von daher als Spiegel der Entwicklungen in der realen Volkswirtschaft interessant. Gerne würde ich mehr von Ihren Erkenntnissen erfahren.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Kai Marcus Bickel


Sehr geehrter Herr Bickel,

vielen Dank für Ihr E-Mail!

Die Erklärung, die Wirtschaftskrise sei durch Verunsicherung verursacht, ist eine hübsche und trickreiche Erklärung, die von den materiellen Ursachen der Wirtschaftskrise - und auch von den Ursachen der Verunsicherung - ablenkt. Die Erklärung klingt plausibel, und deshalb wird sie heute auch so oft wiederholt und vertreten. Tatsächlich ist das aber eine Frage nach der Henne und dem Ei. Denn Verunsicherung entsteht heute in Deutschland bei Millionen von Menschen DURCH die persönlich erlebte Wirtschaftskrise.

Kommen wir zu den materiellen Ursachen: In meinem ersten E-Mail an Sie habe ich Umstände und langzeitliche Veränderungen unserer Volkswirtschaft angeführt, die der gängigen Vorstellung von unserer Geldwirtschaft völlig zuwiderlaufen. Gängig ist nämlich die Vorstellung, dass fast jeder in den vergangenen Jahrzehnten in gewissem Maße MEHR verdient hat, dass folglich jeder auch mehr wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im volkwirtschaftlichen Maßstab hinzu erlangt hat. Dazu passt natürlich dann auch die “Erklärung” heute, die Leute seien so Zurückhaltend mit dem Geldausgeben, sie seien so verunsichert. Die Zusammenschau der Geldmengenentwicklungen von M1 bzw. M3 mit den Einkommen (aller Einkunftsarten) der Steuerzahler belegen also das gerade Gegenteil. Die ausführliche Untersuchung dazu mit dem Datenmaterial und den (seitengenauen) Fundstellen finden Sie unter http://www.dr-wo.de/schriften/ee/index.htm.

Die Folgen dieser Entwicklung im Modell sind erläutert in http://www.dr-wo.de/schriften/nil/index.htm.

Die Gründe, warum auch nach Jahrzehnten unsere volkswirtschaftlichen Probleme (u.a. die Arbeitslosigkeit, bereit Anfang der 1970er Jahre sprach man von Massenarbeitslosigkeit und hatte damit gewaltige politsche Probleme), nicht gelöst worden sind (auch demnächst NICHT gelöste werden!), werden in http://www.dr-wo.de/schriften/nil/nilpolitik.htm diskutiert.

Eine Gesamtschau des Problems (eines kleinen Fehlers unserer Wirtschaftsverfassung) und die Disskussion von Lösungen erhalten Sie in http://www.dr-wo.de/schriften/feudalismus/feudalismus.htm.

Diese und weitere Schriften finden Sie auch in den Übersichten www.dr-wo.de/schriften/index1.htm und http://www.dr-wo.de/themen/wohlstand.htm.

Bitte rufen Sie mich doch einmal an!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Fischer, Hartwig

Berlin, den 31. August 2004/mb

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich danke Ihnen, dass Sie mir Ihr interessantes Schreiben nochmals zugesandt haben, und entschuldigen Sie bitte, dass ich auf Grund meines Terminplanes erst jetzt dazu komme, Ihnen zu antworten.

In der Tat haben Sie Recht, dass unsere Binnenkonjuktur schwach ist. Vor allem bei der Binnennachfrage bewegt sich kaum etwas. Die rot-grüne Regierung ist weiterhin und trotz aller Versuche unfähig, dieses Problem zufrieden stellend zu beheben.

Obwohl wir momentan, wie Sie wissen, nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, Einfluss auf die Regierungsarbeit zu nehmen, bemühen wir uns wieder und wieder Deutschland vor gravierenden Fehlern zu bewahren. Außerdem hoffen wir, dass wir ab 2006 eine bessere Deutschland-Politik aktiv gestalten können.

Ihnen möchte ich nochmals an dieser Stelle für Ihre tatkräftigen Bemühungen zur Verbesserung der deutschen Volkswirtschaft sowie Ihr großes politisches Interesse danken!

Mit freundlichen Grüßen

Fischer, MdB

Flachsbarth, Dr. Maria

keine Antwort

Flosbach, Klaus-Peter

keine Antwort

Frankenhauser, Herbert

keine Antwort

Friedrich (Hof), Dr. Hans-Peter

keine Antwort

Fritz, Erich G.

keine Antwort

Fromme, Jochen-Konrad

Dienstag, 11. Mai 2004 14:01

Sehr geehrte Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für Ihre e-Mail. Wäre es Ihnen möglich, eine kurze Tabelle anzufügen, die das von Ihnen verwendete Zahlenmaterial und die Quellen enthält? Vielleicht sind Sie ja auch im “web” präsent, damit man Ihre Initiative und ihre Arbeit bei Gelegenheit einmal kennenlernen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Sondermann
Büro Jochen-Konrad Fromme MdB


Sehr geehrter Herr Sondermann,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Sie erhalten anbei eine Excel-Tabelle mit den statistischen Daten und Berechnungen. Die Fundstellen sind seitengenau vermerkt.

Die Bürgerinitiative ist im Internet (noch) nicht präsentiert.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Fuchs, Dr. Michael Franz Wilhelm

keine Antwort

Fuchtel, Hans-Joachim

Donnerstag, 13. Mai 2004 11:27

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

bitte diskutieren Sie Ihre Anliegen mit dem oder den Wahlkreis-Abgeordneten von Karlsruhe.

Ich selbst habe in meinem Wahlkreis fast 300.000 Bürger und nicht wenige
Bürgerinitiativen zu betreuen.

Anstatt Massen-Mails zu verschicken sollten Sie Ihre Ansichten meiner Meinung nach eher in einer Partei einbringen und sich dort der Diskussion stellen.

Mit freundlichem Gruß

Hans-Joachim Fuchtel

Gauweiler, Dr. Peter

keine Antwort

Gehb, Dr. Jürgen

keine Antwort

Geis, Norbert

keine Antwort

Gewalt, Roland

keine Antwort

Gienger, Eberhard

Montag, 24. Mai 2004 14:29

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

Ihr erstes Schreiben ist uns nicht entgangen, leider aber Ihnen eine Antwort zu senden. Bitte entschuldigen Sie das. Ich habe Ihre Email an den Bundestagsabgeordneten aus Karlsruhe, Herrn Wellenreuter, weiter geleitet. Wie mir seine Mitarbeiterin versichert hat, haben Sie bereits Kontakt zu ihm. Ich bitte Sie um Verständnis, dass sich Herr Gienger wegen der großen Anzahl von täglichen Anfragen vorrangig um die zahlreichen Anliegen aus seinem Wahlkreis kümmert.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Lars Weydt (wiss. Mitarbeiter)

Girisch, Georg

keine Antwort

Glos, Michael

Dienstag, 27. April 2004 14:06

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

für Ihre E-Mail vom 31. März 2004 danke ich Ihnen.

Nach meiner Einschätzung liegt die entscheidende Ursache der schwachen Binnenkonjunktur in der massiven Verunsicherung der Verbraucher und Investoren durch die unkalkulierbare Politik von Rot-Grün. Ich sehe mithin in einer politischen Vertrauenskrise das entscheidende Problem unserer Wirtschaft.

Ich habe mir erlaubt, Ihr Schreiben dem zuständigen Arbeitskreis der CSU-Landesgruppe zur Verfügung zu stellen. Dieser führt in regelmäßigen Abständen Gespräche mit Vertretern der Bundesbank. Dabei können auch Ihre Anmerkungen zur Entwicklung der Geldmenge mit einbezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Glos MdB

Göbel, Ralf

keine Antwort

Göhner, Dr. Reinhard

keine Antwort

Gönner, Tanja

keine Antwort

Göppel, Josef

keine Antwort

Götz, Peter

Dienstag, 11. Mai 2004 12:35

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski, Ihr mail ist uns tatsächlich entgangen. Wir erhalten bis zu 40/50 mails pro Tag, die man bedauerlicherweise neben aller Arbeit nicht immer konsequent durchforsten kann, um die seriösen mails “herauszufischen”. Das tut mir sehr leid. Herrn Götz gebe Ihren Brief zur Kenntnis. Dies kann aber erst Ende Mai erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen Angelika Wichert (Wiss. Mitarbeiterin)

Götzer, Dr. Wolfgang

keine Antwort

Granold, Ute

keine Antwort

Grill, Kurt-Dieter

keine Antwort

Grindel, Reinhard

keine Antwort

Gröhe, Hermann

keine Antwort

Grosse-Brömer, Michael

keine Antwort

Grübel, Markus

keine Antwort

Grund, Manfred

keine Antwort

Guttenberg, Karl-Theodor Freiherr zu

keine Antwort

Gutting, Olav

keine Antwort

Haibach, Holger-Heinrich

keine Antwort

Hasselfeldt, Gerda

keine Antwort

Hedrich, Klaus-Jürgen

keine Antwort

Heiderich, Helmut

Mittwoch, 12. Mai 2004 13:24

Ihre E-Mail vom 11. Mai 2004

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für die Zustellung Ihrer Argumente.

Ihr Schreiben vom 31. März 2004 habe ich nicht erhalten, es wurde wahrscheinlich durch den Spamschutz des Deutschen Bundestages herausgefiltert.

Die Geldmengensteuerung ist eine wichtige Aufgabe der Deutschen Bundesbank, mit entsprechenden Auswirkungen auf Wachstum und Geldwert.

Gegenwärtig liegen die Probleme aber eher auf der politischen Entscheidungsebene, weniger bei den technischen Faktoren.

Vielen Dank für Ihr Interesse.


Mit freundlichem Gruß

Helmut Heiderich

Heinen, Ursula

keine Antwort

Helias, Siegfried

keine Antwort

Heller, Uda

keine Antwort

Hennrich, Michael

keine Antwort

Herrmann, Jürgen

keine Antwort

Heynemann, Bernd

keine Antwort

Hinsken, Ernst

keine Antwort

Hintze, Peter

keine Antwort

Hochbaum, Robert

keine Antwort

Hofbauer, Klaus

keine Antwort

Hohmann, Martin, fraktionslos

keine Antwort

Hörster, Joachim

keine Antwort

Hüppe, Hubert

keine Antwort

Jaffke, Susanne

keine Antwort

Jahr, Dr. Dieter Peter

keine Antwort

Jüttner, Dr. Egon

keine Antwort

Kalb, Bartholomäus

keine Antwort

Kampeter, Steffen

keine Antwort

Karwatzki, Irmgard

keine Antwort

Kaster, Bernhard

keine Antwort

Kauder, Siegfried

keine Antwort

Kauder, Volker

keine Antwort

Kaupa, Gerlinde

keine Antwort

Klaeden, Eckart von

keine Antwort

Klimke, Jürgen

keine Antwort

Klöckner, Julia

keine Antwort

Köhler (Wiesbaden), Kristina

keine Antwort

Kolbe, Manfred

keine Antwort

Königshofen, Norbert

keine Antwort

Koschyk, Hartmut

keine Antwort

Kossendey, Thomas

keine Antwort

Kraus, Rudolf

keine Antwort

Kretschmer, Michael

keine Antwort

Krichbaum, Gunther

Berlin, 24. Mai 2004

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 11. Mai 2004.

Die derzeit schwache Binnennachfrage ist meiner Auffassung nach das Resultat des wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Zick-Zack-Kurses der amtierenden rot-grünen Bundesregierung. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik verloren und halten sich deshalb beim Konsum spürbar zurück. Hinzu kommt, dass über 4,4 Millionen Menschen arbeitslos sind und viele, die noch Arbeit haben, befürchten müssen, selbst arbeitslos zu werden. Es ist unmittelbar verständlich, dass von diesen Menschen keine Impulse für die Binnenkonjunktur ausgehen.

Was wir jetzt benötigen ist ein starkes Wirtschaftswachstum. Erst wenn die Unternehmen in Deutschland, insbesondere Mittelstand und Handwerk, wieder in Arbeitspiatze investieren, kann eine volkswirtschaftliche Trendwende zum Besseren erwartet werden. Die dazu notwendigen und von der Union vorgeschlagenen Reformen im Arbeits-, Tarif- und Steuerrecht werden von Rot-Grün jedoch nicht angegangen, ungeachtet der Mahnungen zahlreicher Wirtschaftsforschungsinstitute.

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhardt hat zu Recht darauf hingewiesen, dass die Wirtschaft zu 50 Prozent aus Psychologie besteht. Mit anderen Worten: Unternehmen, die sich am Rande der Insolvenz sehen, investieren nicht und Verbraucher, die um ihre Arbeitsplätze fürchten, konsumieren nicht. Das Ergebnis ist eine schwache Binnenkonjunktur.

Mit freundlichen Grüßen

Krichbaum MdB


Sehr geehrter Herr Krichbaum,

vielen Dank für Ihren Brief vom 24. Mai 2004. Darin äußern Sie die Ansicht, eine wesentliche Ursache der schwachen Binnenkonjunktur sei eine Vertrauenskrise. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit trage dazu ein übriges bei. Wir halten das indes für Nebenprodukte, die, wollte man an ihnen herum operieren, allenfalls eine symptomatische Behandlung zulassen, jedoch keine echte Heilung.

Wie Ihnen sicher nicht entfallen ist, beziehen sich unsere Feststellungen auf den Zeitraum von 1974 bis 1995. Die Erklärung “Vertrauenskrise”, die heute alle Spatzen von den Dächern pfeifen, ist noch keine drei Jahre alt. Auch die “Sparquote” ist nur ein Scheinargument, wie aus dem beigefügten Aufsatz “Die Einkommensentwicklung steht Kopf” (ee.pdf) unschwer erkennbar ist.

Die wesentlichen Ursachen der seit Ende der 60er Jahre stetig steigenden Arbeitslosigkeit und der heutigen Krisen zu erkennen und - so man will - zu bekämpfen, setzt ein unverfälschtes Verständnis von unserer Geldwirtschaft voraus, insbesondere mit Blick auf den veränderten Geldfluss in unserer Volkswirtschaft. In nil.pdf finden Sie dazu eine theoretische, aber leicht verständliche Diskussion der Entwicklung der Verteilung der Geldmenge und der Folgen für eine Volkswirtschaft. Die Wirklichkeitsnähe dieses theoretischen Aufsatzes wird in der oben bereits genannten Schrift ee.pdf dargelegt. Die Daten und Fundstellen dazu sind in einkommen61-95.xls enthalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Krings, Dr. Günter

keine Antwort

Krogmann, Dr. Martina

keine Antwort

Kues, Dr. Hermann

keine Antwort

Kuhn (Zingst), Werner

keine Antwort

Lamers (Heidelberg), Dr. Karl

keine Antwort

Lammert, Dr. Norbert

keine Antwort

Lamp, Helmut

keine Antwort

Lanzinger, Barbara

keine Antwort

Laumann, Karl-Josef

keine Antwort

Lengsfeld, Vera

keine Antwort

Lensing, Werner

keine Antwort

Letzgus, Peter

keine Antwort

Lietz, Ursula

keine Antwort

Link (Diepholz), Walter

keine Antwort

Lintner, Eduard

keine Antwort

Lippold (Offenbach), Dr. Klaus W.

Dienstag, 11. Mai 2004 14:54

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

Ihre Nachricht habe ich erhalten und ich danke Ihnen sehr für das freundliche Gesprächsangebot.

Bitte wenden Sie sich direkt an den/die Abgeordnete/n Ihres Wahlkreises.
--
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
gez. Dr. Klaus Lippold, MdB
i.A. Silke Byl


Sehr geehrter Herr Dr. Lippold,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Sie doch nicht willens oder nicht in der Lage sind, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Lips, Patricia

keine Antwort

Luther, Dr. Michael

keine Antwort

Mantel, Dorothee

keine Antwort

Marschewski (Recklinghausen), Erwin

keine Antwort

Mayer (Siegertsbrunn), Dr. Martin

keine Antwort

Mayer, Dr. Conny

keine Antwort

Mayer, Stephan

Berlin, 24.05.04/me

Ihr Schreiben vom 11. Mai 2004

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 11. Mai 2004.

Dass die Bundesrepublik Deutschland sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise befindet ist unbestritten. Die Beschäftigung sinkt weiter, der Binnenkonsum springt nicht an. In der Konsequenz verschärft sich die Lage des Bundeshaushalts 2004. Er folgt darin der Entwicklung seiner Vorgängerhaushalte, die in außerplanmäßigen Schulden endeten.

Nur der Bundeskanzler redet die Lage schön; dies bleibt die einzige Beständigkeit seiner Regierungspolitik in den letzten drei Jahren der Stagnation. Da muss das Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute Gerhard Schröder in den Ohren klingen.

Zu allen zentralen Reformfeldern, vor allem in der Arbeitsmarkt-, der Wirtschafts- und der Finanzpolitik, wird massive Kritik geäußert: “Es wäre falsch zu meinen, die bessere Konjunktur sei auch oder vorwiegend das Ergebnis der in Gang gesetzten Reformen Was man bislang beschlossen hat, verschaffl allenfalls eine Atempause. ... Gleichwohl hat sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland bislang nicht grundlegend verbessert. ... In der Finanzpolitik in Deutschland ist derzeit kein klares Konzept zu erkennen.”

Das Wachstum wird für dieses Jahr um 0,2% auf 1,5%, arbeitstäglich bereinigt auf nur 0,9% reduziert. Die Zahl der Erwerbstätigen wird im laufenden Jahr nochmals um 80.000 zurückgehen.

Tatsächlich sind die Reformanstrengungen der Bundesregierung nach der Jahresfeier zur Agenda 2010 fast vollständig verschwunden. Stattdessen dreht sich die SPD in der Debatte um die Ausbildungsplatzabgabe zum wiederholten Male um sich selbst. Erst soll das Gesetz unbedingt kommen, dann hofft die SPD-Führung, die Unternehmen fänden dort einen Ausweg, wo man selbst keinen mehr weiß, um dann wieder zu erklären, der Wirtschaft sei ohnehin nicht mehr zu trauen. Der Bundeskanzler verzichtet weitgehend auf seine Richtlinienkompetenz und nimmt die schädliche Wirkung für lnvestitionsbereitschaft, Zuversicht und Vertrauen der Bürger in die Verlässlichkeit des Regierungskurses hin, obwohl er sein politisches Schicksal doch eng an den wirtschaftlichen Aufschwung geknüpft hat.

Die Lage ist eindeutig: Wir verlieren gegenüber unseren Partnern in Europa seit Jahren an Boden. Deutschland hat kein Konjunkturproblem, sondern ein tief greifendes Strukturproblem:

Beim wichtigsten Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft, der Wirtschaftsleistung pro Kopf, sind wir mittlerweile unter den EU-Durchschnitt gesunken; lediglich Griechenland, Portugal und Spanien liegen noch hinter uns.

Die strukturelle Arbeitslosigkeit hat sich verfestigt: Seit August 2002 sind 730.000 Arbeitsplätze weggebrochen. Die Arbeitslosigkeit ist auf über 4,6 Mio. angestiegen, mehr als vor dem Regierungswechsel 1998 zu Rot-Grün.

Deutschland ist jahrelanges Wachstumsschlusslicht in Europa; auch 2004 wird Deutschland über einen Platz am unteren Ende der Wachstumstabelle nicht hinauskommen. Wachstumsspitzenreiter in Europa werden die ab dem 1. Mai 2004 neu hinzukommenden EU-Mitgliedstaaten sein.

2004 wird Deutschland zum 3. Mal die Verschuldungsgrenzen des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes verletzen.

Damit befindet sich Deutschland in einer gefährlichen Abwärtsspirale aus sinkender
Beschäftigung, niedrigem Wachstum, steigenden Soziallasten und hohen Haushaltsdefiziten. Sofortiges, entschlossenes Gegensteuern ist dringender denn je.

Mein Ziel und das Ziel der Union ist es, in Deutschland vor allem die Beschäftigungsbremsen lösen und Wachstumskräfte stärken. Nur aus Wachstum entstehen Wohlstand, Arbeitsplätze und Sicherheit. Dazu brauchen wir Rahmenbedingungen, die es möglich machen, dass jeder, der investieren, gründen,
arbeiten will, es auch kann. Deutschland soll beim wirtschaftlichen Wachstum, bei öffentlichen und privaten Investitionen, bei der Bekämpfung offener und verdeckter
Arbeitslosigkeit, bei der Qualität von Bildung und Ausbildung in Europa wieder vorne mit dabei sein.

CDU und CSU haben dazu klare Konzepte: Senkung der Staatsquote, Senkung des Anteils der Sozialabgaben an den Arbeitskosten und Senkung der Steuern. Dieser
Weg muss konsequenter denn je beschritten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stephan Mayer, MdB


Sehr geehrter Herr Mayer,

vielen Dank für Ihren ausführlichen Brief vom 24. Mai 2004. Darin äußern Sie viele Feststellungen, die wir ebenfalls so sehen. Viele Aspekte, die seit Monaten und Jahren in der Diskussion sind, halten wir indes für Nebenprodukte, die, wollte man an ihnen herum operieren, allenfalls eine symptomatische Behandlung zulassen, jedoch keine echte Heilung. Alle Parteien, auch die großen, scheinen hiermit ein Problem zu haben.

Wie Ihnen sicher nicht entfallen ist, beziehen sich unsere Feststellungen auf den Zeitraum von 1974 bis 1995. Die Erklärung “Vertrauenskrise”, die heute alle Spatzen von den Dächern pfeifen, ist noch keine drei Jahre alt. Auch die “Sparquote” , die in den letzten Monaten immer wieder genannt wird, ist nur ein Scheinargument, wie aus dem beigefügten Aufsatz “Die Einkommensentwicklung steht Kopf” (ee.pdf) unschwer erkennbar ist.

Die wesentlichen Ursachen der seit Ende der 60er Jahre stetig steigenden Arbeitslosigkeit und der heutigen Krisen zu erkennen und - so man will - zu bekämpfen, setzt ein unverfälschtes Verständnis von unserer Geldwirtschaft voraus, insbesondere mit Blick auf den veränderten Geldfluss in unserer Volkswirtschaft. In nil.pdf finden Sie dazu eine theoretische, aber leicht verständliche Diskussion der Entwicklung der Verteilung der Geldmenge und der Folgen für eine Volkswirtschaft. Die Wirklichkeitsnähe dieses theoretischen Ansatzes wird in der oben bereits genannten Schrift ee.pdf bewiesen. Die Daten und Fundstellen dazu sind in einkommen61-95.xls enthalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Meckelburg, Wolfgang

keine Antwort

Meister, Dr. Michael

13. Mai 2004 11:36

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

 
vielen Dank für Ihre Email vom 11.05.2004, die ich gelesen und zur Kenntnis genommen habe.

 

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Michael Meister, MdB

Merkel, Dr. Angela

keine Antwort

Merz, Friedrich

Mittwoch, 26. Mai 2004 10:31

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herrn Friedrich Merz, MdB, bedanke ich mich für Ihre Email. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aufgrund der Vielzahl der hier eingehenden Zuschriften nicht alle individuell beantworten können. Ich versichere Ihnen jedoch, dass alle Emails gelesen werden und deren Inhalte an die zuständigen Referenten weitergeleitet werden und sie somit in unsere weitere politische Arbeit einfließen können.

Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und verbleibe mit

freundlichen Grüßen

Julia Große-Wilde
Wiss. Mitarbeiterin

Meyer, Doris

keine Antwort

Meyer, Laurenz

keine Antwort

Michalk, Maria

keine Antwort

Michelbach, Hans

Berlin, den 17.05.2004

Ihre Mail vom 11.05.2004

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für Ihre Mail vom 11.05.2004. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle für die Ubermittlung der interessanten Fakten und Ihr Engagement danken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Michelbach
MdB


Sehr geehrter Herr Michelbach,

vielen Dank für Ihren Brief vom 17. Mai 2004.

Die wesentlichen Ursachen der seit Ende der 60er Jahre stetig steigenden Arbeitslosigkeit und der heutigen Krisen zu erkennen und - so man will - zu bekämpfen, setzt ein unverfälschtes Verständnis von unserer Geldwirtschaft voraus, insbesondere mit Blick auf den veränderten Geldfluss in unserer Volkswirtschaft. In nil.pdf finden Sie dazu eine theoretische, aber leicht verständliche Diskussion der Entwicklung der Verteilung der Geldmenge und der Folgen für eine Volkswirtschaft. Die Wirklichkeitsnähe dieses theoretischen Aufsatzes wird in der oben bereits genannten Schrift ee.pdf dargelegt. Die Daten und Fundstellen dazu sind in einkommen61-95.xls enthalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Minkel, Klaus

keine Antwort

Mortler, Marlene

keine Antwort

Müller (Erlangen), Stefan

keine Antwort

Müller (Gera), Bernward

keine Antwort

Müller, Dr. Gerd

keine Antwort

Müller, Hildegard

keine Antwort

Neumann (Bremen), Bernd

keine Antwort

Nitzsche, Henry

keine Antwort

Noll, Michaela

keine Antwort

Nolte, Claudia

keine Antwort

Nooke, Günter

keine Antwort

Nüßlein, Dr. Georg

keine Antwort

Obermeier, Franz

keine Antwort

Oßwald, Melanie

Montag, 24. Mai 2004 17:32

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

vielen Dankf für Ihre Anfrage vom 11. Mai diesen Jahres, in der Sie auf die Probleme aktueller volkswirtschaftlicher Veränderungen aufmerksam machen.

Aus Gründen der Zuständigkeit, habe ich Ihre E-Mail an meinen Kollegen Ingo Wellenreuther weitergeleitet. Er ist der für Ihren Wahlkreis gewählte Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Er wird sich sicher bald bei mit Ihnen in Verbindung setzen.

Mit der Bitte um Verständnis verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Ihre Melanie Oßwald

Oswald, Eduard

keine Antwort

Pawelski, Rita

keine Antwort

Paziorek, Dr. Peter

keine Antwort

Petzold, Ulrich

keine Antwort

Pfeiffer, Dr. Joachim

keine Antwort

Pfeiffer, Sibylle

keine Antwort

Pflüger, Dr. Friedbert

keine Antwort

Philipp, Beatrix

keine Antwort

Pofalla, Ronald

keine Antwort

Polenz, Ruprecht

keine Antwort

Raab, Daniela

keine Antwort

Rachel, Thomas

keine Antwort

Raidel, Hans

keine Antwort

Ramsauer, Dr. Peter

keine Antwort

Rauber, Helmut

keine Antwort

Rauen, Peter

Karlsruhe, den 25. Mai 2004

Sehr geehrter Herr Rauen,

vielen Dank für Ihren Anruf soeben und das interessante Gespräch!

Die genaue Untersuchung erhalten Sie in der Anlage ee.doc, die Daten hierzu in einkommen61-95.xls. In Nil.eml finden Sie eine theoretische, aber einfache Diskussion der Entwicklung der Verteilung der Geldmenge und der Folgen für eine Volkswirtschaft.

Wenn Sie sich das in Nil.eml gezeigte Absinken des Geldniveaus auf der linken Seite (95% der Steuerzahler) vergegenwärtigen, ist es völlig klar, dass auch die Staats- und Sozialkassen (“Staatsquote”) zu einem Problem werden. Unsere Staats- und Sozialkassen - egal wie wir sie im Detail regeln - setzen eine gesunde Volkswirtschaft voraus. Eine Volkswirtschaft aber, die eine Entwicklung wie in Nil.eml erlebt, die m.a.W. nach Regeln eines Monopoly-Spiels funktioniert, kann auf Dauer keine Grundlage für gesunde Staats- und Sozialkassen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Reichard (Dresden), Christa

keine Antwort

Reiche, Katherina

keine Antwort

Repnik, Hans-Peter

keine Antwort

Riegert, Klaus

Freitag, 2. April 2004 14:18

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

haben Sie Dank für Ihr Schreiben.

Ich stimme mit Ihnen darin überein, dass unsere Gesellschaft und Volkswirtschaft vor erheblichen und zunehmenden Problemen steht. Allerdings teile ich nicht Ihr “analytisches Instrumentarium” und Ihre Vorstellungen zur Überwindung dieser Probleme.

Zum “Papiergeldzauber” möchte ich Sie auf den anliegenden Beitrag von Roland Baader und einen aufschlußreichen Beitrag von Alan Greenspan aus dem Jahr 1966 verweisen.

Auf Ihrer Homepage zitieren Sie Ludwig Erhard, merken dann in einer Fußnote an, “Soweit er dann aber sogleich meint, ‘das erfolgversprechendste Mittel zur Erreichung und Sicherung jeden Wohlstands ist der Wettbewerb’, hat er sich geirrt. Die Geschichte widerlegt diese These ebenso, wie sie die Prophezeiung von Karl Marx widerlegte.”

Wohin fehlender Wettbewerb führt, hat der “Groß-Feldversuch” in den ehemaligen Ostblockländern gezeigt: Der Sozialismus ist gescheitert. F. A. von Hayek hat die soziale Funktion des Wettbewerbs im plastischen Bild vom “Wettbewerb als Entdeckungsverfahren” zusammengefasst: Die Zukunft ist nicht bekannt, und die Ressourcen sind knapp. Erst Wettbewerb, der zum sparsamen Umgang mit knappen Ressourcen anregt, macht die schier unendliche Vielfalt menschlicher Versuche und Irrtümer
im Suchprozess möglich, die völlig Neues entdecken lässt: In Berlin z.B. genügt ein Blick auf den Potsdamer Platz und ein Blick 100 Jahre zurück für eine Vorstellung, welche neuen Güter, Transport- und Informationswege im Wettbewerb der Kreativität und des Fleißes von Bürgern entdeckt wurden. Kein Zentralplaner hatte all das ersinnen oder gar koordinieren können.

Wettbewerb als “schöpferische Zerstörung” Die Entdeckung bzw. das Schöpfen neuer Güter, Produktionsverfahren, Standortvorteile und Informationssysteme bedeutet aber auch: Zuvor wettbewerbsfähige Güter oder Produktionsverfahren und damit Arbeitsplatze und Standorte geraten unter Anpassungsdruck wie z.B. Hauptmanns schlesische Weber durch den mechanischen Webstuhl. “Schöpferische Zerstörung” hat Schumpeter diese Seite des Wettbewerbs genannt, die um so mehr soziale Chancen, aber auch soziale Probleme bedeutet, je innovativer Menschen als Pioniere Neues entdecken, je findiger sie als Imitatoren Markte so ausweiten, dass die neuen Güter mehr Wohlstand für alle bieten. Franz Böhm hat den Wettbewerb als das “genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte”, bezeichnet. Kein Wunder also, dass die “Herrscher” Wettbewerb fürchten und mit Ihnen die große Mehrzahl der Intellektuellen.

Deutschland ist zu rund drei Vierteln ein sozialistisches und staatsdirigistisches Land! Mit einer Staatsquote von 50 % sowie einem zu fast 100 Prozent staatlichen Bildungs- Gesundheits- und Rentensystem bewegen wir uns auf einen “Neosozialismus” und nicht “Meudalismus” zu. Der deutsche Arbeitnehmer muss etwa 42% seines Einkommens an staatliche Versorgungsmonopole abführen. Die Abgabenlast (direkt und indirekt) liegt insgesamt bei über 60%. Nur den Rest hat der Bürger zu seiner freien Verfügung; eine Sozialisierung der Einkommensverwendung, die das Sozialisieren von Produktionsmitteln erspart.

Wir haben das rigideste Arbeitsrecht aller modernen Industriestaaten - wir stehen in dieser Hinsicht auf dem 58. Platz im internationalen Freiheitsindex.

Durch Kartelle vereinbarte Zwangstarife sind gleichbedeutend mit Arbeitsverboten für die, die unter Tarif arbeiten wollen.

“Verstaatlichung”, also Sozialismus, setzen allzuviele Menschen mit dem Übergang von Unternehmen aus privater Hand in Staatseigentum gleich, und den Grad an Verstaatlichung glauben sie abschätzen zu können am zahlenmäßigen Verhältnis der Unternehmen unter öffentlichrechtlicher Regie zur Gesamtzahl der Betriebe eines Landes. Die Tatsache, daß in Deutschland und Europa nur ein relativ geringer Teil der Produktionsmittel verstaatlicht ist, täuscht jedoch über den wahren Sozialisierungsgrad der Volkswirtschaften hinweg. Wenn die Staatsquote bei über fünfzig Prozent, wenn also mehr als die Hälfte des Sozialprodukts über Steuern, Abgaben und Verschuldung (also auch über künftige Steuern und Abgaben) durch öffentliche Hände geht, dann ist das nicht viel anders als wenn mehr als die Hälfte aller Produktionsmittel dem Staat gehören würde. Da die Hälfte der Produktionsmittel ungefähr auch die Hälfte des Sozialprodukts produziert, bleibt es sich ziemlich gleich, ob der Staat nun von vornherein diesen Teil des Outputs mit staatseigenen Betrieben erzeugt (exante-Sozialismus) oder ob er ihn den Erzeugern im nachhinein abnimmt (ex-post-Sozialismus). Ein Unterschied besteht lediglich noch bei der Effizienz der Produktion, weil verstaatlichte Produktionsfaktoren weit weniger effizient eingesetzt werden. Aber die Lähmungs- und Entrechtlichungswirkungen eines solchen ex-post-Sozialismus und seine Dauerschäden für Wirtschaft und Gesellschaft unterscheiden sich nicht wesentlich von denen eines “echten” Sozialismus mit verstaatlichtem Produktivkapital.

Außerdem bleibt die Verstaatlichung des Humankapitals - also die Aneignung der Menschen und ihrer physischen, psychischen und intellektuellen Lebensleistung durch den Staat - sowohl im ex ante- wie im ex post Sozialismus meist unsichtbar, weil weder die Würde der Menschen noch ihre Seelen und Gefühle, weder ihre Freiheit noch ihre Entscheidungsautonomie in Handelsregister und Grundbücher eingetragen werden - und man somit nicht erkennen kann, wem sie wirklich “gehören”, ob sich selber oder dem Staat, und wann der Übergang des Eigentums (Enteignung) stattfindet. Bei einer Staatsquote von über fünfzig Prozent jedenfalls gehört nicht nur die Hälfte und mehr des Real- und Finanzkapitals dem “Großen Bruder”, sondern auch die Hälfte und mehr des Humankapitals, also die Menschen selber. Leviathan bestimmt und dominiert den größten Teil ihres Lebens.

Der Trierer Wissenschaftstheoretiker und Sozialphilosoph Gerard Radnitzky hat zu Recht darauf hingewiesen, daß die Verstaatlichung der Produktionsmittel kein “sine qua non” für Sozialismus sei; schließlich haben auch die Nationalsozialisten die Sozialisierung der gesamten Gesellschaft zuwege gebracht, ohne sich des Eigentums an den Unternehmen zu bemächtigen. Zur Kollektivierung einer Gesellschaft ist es hinreichend - jedenfalls für eine gewisse Zeitdauer -, das wichtigste Kapital eines Volkes, nämlich sein Humankapital zu sozialisieren und damit auch die Verfügungsrechte über das private Eigentum unter Kuratel
zu stellen.

Zieht man ins Kalkül, daß sogar die Staaten des vormaligen Ostblocks noch einen (mehr oder weniger heimlich) marktwirtschaftlich funktionierenden Sektor in Höhe von mindestens zwanzig Prozent des gesamtwirtschaftlichen Leistungsvolumens aufwiesen, nämlich in Form von Untergrundwirtschaft, Schwarzarbeit, inoffiziellem Tauschhandel und Heimproduktion, und stellt man ferner in Rechnung, daß weitere zehn bis fünfzehn Prozent von den geduldeten privaten Kleinexistenzen stammten, dann wird deutlich, daß die “Soziale Marktwirtschaft” der Bundesrepublik nur noch zwischen fünfzehn und zwanzig Prozent mehr Markt erlaubt als die Ex-DDR oder die ehemalige Sowjetunion. Beschönigende Vokabeln für
die traurigen Reste der Erhardschen Wirtschaftsordnung sind nicht mehr angebracht.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Dorenburg

--
Büro Klaus Riegert, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 / 227-73453
Fax: 030 / 227-70129
E-mail: klaus.riegert@bundestag.de
Homepage: www.klaus-riegert.de


Sehr geehrter Herr Dorenburg,

vielen Dank für Ihr E-Mail und Ihre kenntnisreiche Antwort!

Lassen Sie mich der Einfachheit halber zwischen Ihren Zeilen antworten:

    ----- Original Message -----
    From: “Klaus Riegert, MdB” <klaus.riegert@bundestag.de>
    To: “Dr. Harald Wozniewski” <harald[at]dr-wo.de>
    Sent: Friday, April 02, 2004 2:18 PM
    Subject: Re: Binnenkonjuktur Deutschland


    Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

    haben Sie Dank für Ihr Schreiben.
    Ich stimme mit Ihnen darin überein, dass unsere Gesellschaft und Volkswirtschaft vor erheblichen und zunehmenden Problemen steht. Allerdings teile ich nicht Ihr “analytisches Instrumentarium” und Ihre Vorstellungen zur Überwindung dieser Probleme.

    Zum “Papiergeldzauber” möchte ich Sie auf den anliegenden Beitrag von Roland Baader

Die Schrift habe ich gelesen. Ich erkenne allerdings nicht den Zusammenhang, den Sie wohl mit meinem Schreiben oder meinen Schriften herstellen wollen. Die Schrift warnt wohl vor einer Geldblase, sagt aber nichts zur (dynamischen) Geldverteilung innerhalb einer / unserer Volkswirtschaft, um die es mir geht.

    und einen aufschlußreichen Beitrag von Alan Greenspan aus dem Jahr 1966 verweisen.

Das gleiche (fehlender Bezug) gilt für den sehr schönen Aufsatz von Greenspan.

    Auf Ihrer Homepage zitieren Sie Ludwig Erhard, merken dann in einer Fußnote an, “Soweit er dann aber sogleich meint, ‘das erfolgversprechendste Mittel zur Erreichung und Sicherung jeden Wohlstands ist der Wettbewerb’, hat er sich geirrt. Die Geschichte widerlegt diese These ebenso, wie sie die Prophezeiung von Karl Marx widerlegte.”
    >
    Wohin fehlender Wettbewerb führt,

Vielleicht habe ich mich dort missverständlich ausgedrückt. Ich will überhaupt nicht den Wettbewerb kritisieren; im Gegenteil. Ich will vielmehr behaupten, dass ALLEIN mit dem Wettbewerb das zitierte Ziel Erhards nicht zu erreichen war und ist: www.dr-wo.de/themen/ludwig.htm

    hat der “Groß-Feldversuch” in den ehemaligen Ostblockländern gezeigt: Der Sozialismus ist gescheitert.

Das sehe ich ebenso!

    F. A. von Hayek hat die soziale Funktion des Wettbewerbs im plastischen Bild vom “Wettbewerb als Entdeckungsverfahren” zusammengefasst: Die Zukunft ist nicht bekannt, und die Ressourcen sind knapp. Erst Wettbewerb, der zum sparsamen Umgang mit knappen Ressourcen anregt, macht die schier unendliche Vielfalt menschlicher Versuche und Irrtümer im Suchprozess möglich, die völlig Neues entdecken lässt: In Berlin z.B. genügt ein Blick auf den Potsdamer Platz und ein Blick 100 Jahre zurück für eine Vorstellung, welche neuen Güter, Transport- und Informationswege im Wettbewerb der Kreativität und des Fleißes von Bürgern entdeckt wurden. Kein Zentralplaner hatte all das ersinnen oder gar koordinieren können.

    Wettbewerb als “schöpferische Zerstörung” Die Entdeckung bzw. das Schöpfen neuer Güter, Produktionsverfahren, Standortvorteile und Informationssysteme bedeutet aber auch: Zuvor wettbewerbsfähige Güter oder Produktionsverfahren und damit Arbeitsplatze und Standorte geraten unter Anpassungsdruck wie z.B. Hauptmanns schlesische Weber durch den mechanischen Webstuhl. “Schöpferische Zerstörung” hat Schumpeter diese Seite des Wettbewerbs genannt, die um so mehr soziale Chancen, aber auch soziale Probleme bedeutet, je innovativer Menschen als Pioniere Neues entdecken, je findiger sie als Imitatoren Markte so ausweiten, dass die neuen Güter mehr Wohlstand für alle bieten. Franz Böhm hat den Wettbewerb als das “genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte”, bezeichnet. Kein Wunder also, dass die “Herrscher” Wettbewerb fürchten und mit Ihnen die große Mehrzahl der Intellektuellen.

Wie gesagt: Nichts gegen Wettbewerb!

    Deutschland ist zu rund drei Vierteln ein sozialistisches und staatsdirigistisches Land! Mit einer Staatsquote von 50 % sowie einem zu fast 100 Prozent staatlichen Bildungs- Gesundheits- und Rentensystem bewegen wir uns auf einen “Neosozialismus” und nicht “Meudalismus” zu. Der deutsche Arbeitnehmer muss etwa 42% seines Einkommens an staatliche Versorgungsmonopole abführen. Die Abgabenlast (direkt und indirekt) liegt insgesamt bei über 60%. Nur den Rest hat der Bürger zu seiner freien Verfügung; eine Sozialisierung der Einkommensverwendung, die das Sozialisieren von Produktionsmitteln erspart.

Meudalismus (schön, dass Sie so weit vorgedrungen sind!) hat nichts mit einer Staatsquote zu tun.

Wenn Ihre These (die ja von sehr vielen Leuten vertreten wird), die “Staatsquote” sei zu hoch, dann müsste es unserer Volkswirtschaft ja eigentlich ganz gut gehen. Denn die Kosten und Ausgaben der einen (Arbeitgeber und Arbeitnehmer), die hier in die Staatsquote einfließen, sind die Einnahmen von anderen (Beamte, Unternehmer im staatlichen Auftrag, Darlehensgeber von Staat und Gemeinden, Sozialleistungsempfänger usw.). M. a. W.: Wer sagt, die “Staatsquote” sei zu hoch, der sagt zugleich, die Einnahmen jener Zahlungsempfänger seien zu hoch. Ergo müsste unsere Volkswirtschaft boomen.

Sie tut es dennoch nicht, aber nicht wegen der “hohen Staatsquote”, sondern wegen des “Nils in der Wüste” http://www.dr-wo.de/schriften/nil/index.htm

    Wir haben das rigideste Arbeitsrecht aller modernen Industriestaaten - wir stehen in dieser Hinsicht auf dem 58. Platz im internationalen Freiheitsindex. Durch Kartelle vereinbarte Zwangstarife sind gleichbedeutend mit Arbeitsverboten für die, die unter Tarif arbeiten wollen.

Mein Doktorvater ist Bernd Rüthers. Er vertritt auch Ihre Ansicht. Ich stehe ihr eher neutral gegenüber.

    “Verstaatlichung”, also Sozialismus, setzen allzu viele Menschen mit dem Übergang von Unternehmen aus privater Hand in Staatseigentum gleich, und den Grad an Verstaatlichung glauben sie abschätzen zu können am zahlenmäßigen Verhältnis der Unternehmen unter öffentlichrechtlicher Regie zur Gesamtzahl der Betriebe eines Landes. Die Tatsache, daß in Deutschland und Europa nur ein relativ geringer Teil der Produktionsmittel verstaatlicht ist, täuscht jedoch über den wahren Sozialisierungsgrad der Volkswirtschaften hinweg. Wenn die Staatsquote bei über fünfzig Prozent, wenn also mehr als die Hälfte des Sozialprodukts über Steuern, Abgaben und Verschuldung (also auch über künftige Steuern und Abgaben) durch öffentliche Hände geht, dann ist das nicht viel anders als wenn mehr als die Hälfte aller Produktionsmittel dem Staat gehören würde.

Die 50% (oder wieviel auch immer) beziehen sich aber doch nicht auf alle Geldumsätze, sondern allenfalls einen Teil der Arbeitseinkommen.

    Da die Hälfte der Produktionsmittel ungefähr auch die Hälfte des Sozialprodukts produziert, bleibt es sich ziemlich gleich, ob der Staat nun von vornherein diesen Teil des Outputs mit staatseigenen Betrieben erzeugt (exante-Sozialismus) oder ob er ihn den Erzeugern im nachhinein abnimmt (ex-post-Sozialismus). Ein Unterschied besteht lediglich noch bei der Effizienz der Produktion, weil verstaatlichte Produktionsfaktoren weit weniger effizient eingesetzt werden. Aber die Lähmungs- und Entrechtlichungswirkungen eines solchen ex-post-Sozialismus und seine Dauerschäden für Wirtschaft und Gesellschaft unterscheiden sich nicht wesentlich von denen eines “echten” Sozialismus mit verstaatlichtem Produktivkapital.

Das wäre eine zutreffende Beobachtung (s. o. 50%).

    Außerdem bleibt die Verstaatlichung des Humankapitals - also die Aneignung der Menschen und ihrer physischen, psychischen und intellektuellen Lebensleistung durch den Staat - sowohl im ex ante - wie im ex post Sozialismus meist unsichtbar, weil weder die Würde der Menschen noch ihre Seelen und Gefühle, weder ihre Freiheit noch ihre Entscheidungsautonomie in Handelsregister und Grundbücher eingetragen werden - und man somit nicht erkennen kann, wem sie wirklich “gehören”, ob sich selber oder dem Staat, und wann der Übergang des Eigentums (Enteignung) stattfindet. Bei einer Staatsquote von über fünfzig Prozent jedenfalls gehört nicht nur die Hälfte und mehr des Real- und Finanzkapitals dem “Großen Bruder”, sondern auch die Hälfte und mehr des Humankapitals, also die Menschen selber. Leviathan bestimmt und dominiert den größten Teil ihres Lebens.

    Der Trierer Wissenschaftstheoretiker und Sozialphilosoph Gerard Radnitzky hat zu Recht darauf hingewiesen, daß die Verstaatlichung der Produktionsmittel kein “sine qua non” für Sozialismus sei; schließlich haben auch die Nationalsozialisten die Sozialisierung der gesamten Gesellschaft zuwege gebracht, ohne sich des Eigentums an den Unternehmen zu bemächtigen. Zur Kollektivierung einer Gesellschaft ist es hinreichend -jedenfalls für eine gewisse Zeitdauer -, das wichtigste Kapital eines Volkes, nämlich sein Humankapital zu sozialisieren und damit auch die Verfügungsrechte über das private Eigentum unter Kuratel zu stellen.

    Zieht man ins Kalkül, daß sogar die Staaten des vormaligen Ostblocks noch einen (mehr oder weniger heimlich) marktwirtschaftlich funktionierenden Sektor in Höhe von mindestens zwanzig Prozent des gesamtwirtschaftlichen Leistungsvolumens aufwiesen, nämlich in Form von Untergrundwirtschaft, Schwarzarbeit, inoffiziellem Tauschhandel und Heimproduktion, und stellt man ferner in Rechnung, daß weitere zehn bis fünfzehn Prozent von den geduldeten privaten Kleinexistenzen stammten, dann wird deutlich, daß die “Soziale Marktwirtschaft” der Bundesrepublik nur noch zwischen fünfzehn und zwanzig Prozent mehr Markt erlaubt als die Ex-DDR oder die ehemalige Sowjetunion. Beschönigende Vokabeln für die traurigen Reste der Erhardschen Wirtschaftsordnung sind nicht mehr angebracht.

Ich verstehe Ihre Sorge! Sie macht allerdings den “Nil in der Wüste” und die
“40 Jahre Nilpolitik” http://www.dr-wo.de/schriften/nil/nilpolitik.htm nicht
besser.

Mit freundlichen Grüßen und in der Hoffnung auf Fortsetzung des Dialogs;
Grüße auch an Ihren Chef

Dr. Harald Wozniewski

Riesenhuber, Dr. Heinz

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Roedel, Hannelore

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Romer, Franz

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Ronsöhr, Heinrich-Wilhelm

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Rose, Dr. Klaus

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Rossmanith, Kurt J.

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Röttgen, Dr. Norbert

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Ruck, Dr. Christian

Montag, 24. Mai 2004 18:49

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

für Ihre mail vom 11. Mai zu Wirtschafts- und Steuerfragen möchte ich mich bedanken und Ihnen mitteilen, dass ich Ihr Schreiben an den für Sie zuständigen Abgeordnetenkollegen Ingo Wellenreuther weitergeleitet habe. Herr Wellenreuther hat sich bereit erklärt, auch im Namen der von Ihnen angeschriebenen Abgeordneten auf Ihr Schreiben einzugehen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.Christian Ruck MdB

Rühe, Volker

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Rupprecht, Albert

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Rzepka, Peter

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Schäfer, Anita

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Schäuble, Dr. Wolfgang

Mittwoch, 21. April 2004 17:28

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 31. März 2004, um dessen Beantwortung mich
Dr. Schäuble gebeten hat.

Ein zentrales Problem der deutschen Volkswirtschaft ist in der Tat die schwache Binnenkonjunktur, ausgelöst durch Konsum- und Investitionszurückhaltung. Konsumenten wie Investoren fehlt - auch nach Ansicht aller Wirtschaftssachverständigen - das Vertrauen in die Zukunft. Das liegt vor allem an der wenig zukunftsorientierten Politik der Bundesregierung, die wichtige Strukturreformen in den letzten Jahren verschleppt hat und mit der Agenda 2010 lediglich erste Schritte in die richtige Richtung geht.

Ihre These, wonach sich die schwache Binnennachfrage aus einer Diskrepanz in der Entwicklung von M1 und der Einkommen breiter Bevölkerungsschichten ergibt, teile ich nicht. Sie impliziert eine deutlich zunehmende Ungleichverteilung der Einkommen. Betrachtet man jedoch nur einmal die 90er Jahre, so ist festzustellen, dass die Ungleichheit bei den verfügbaren Einkommen, der für den Konsum und die Ersparnis der privaten Haushalte relevanten Größe, so ist sogar ein leichter Rückgang der Ungleichheit festzustellen (s. etwa DIW-Wochenbericht 19/2000). Mit einer ungleichen Entwicklung der verfügbaren Einkommen lässt sich die gegenwärtige Schwäche der Binnennachfrage also nicht erklären.

Mit freundlichen Grüßen

Julia Bergkemper

Büro Dr. Wolfgang Schäuble, MdB

Stellvertretender Vorsitzender der
CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages

11011 Berlin


Sehr geehrte Frau Bergkemper,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Wir können natürlich nicht immer Zustimmung erwarten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Schauerte, Hartmut

Mittwoch, 12. Mai 2004 15:03

Sehr geehrter Dr. Wozniewski,

für die Übersendung Ihrer interessanten volkswirtschaftlichen Analyse bedanke ich mich. Sollte Ihre Analyse zutreffen, was sind Ihre Vorschläge zur Behebung dieses Mißstandes?


Mit freundlichen Grüßen

i.A. Karl-Sebastian Schulte
--
Büro Hartmut Schauerte MdB
Mittelstandspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Fon 030 / 227-77225
Fax 030 / 227-76292


Sehr geehrter Herr Schulte,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Es wunderte mich am Anfang meines Forschens auf diesem Gebiet, wie wenig die von mir dargestellten Fakten und Zusammenhänge bekannt sind.

Gerne helfe ich Ihnen, die Richtigkeit meiner Analyse, die Sie ja ausdrücklich offen lassen, zu überprüfen. Die Daten, Berechnungen und (seitengenauen) Fundstellen finden Sie in der Excel-Tabelle meines Aufsatzes “Die Einkommensentwicklung steht Kopf” in http://www.dr-wo.de/schriften/ee/index.htm. Von dort aus finden Sie auch leicht weitere Schriften zum Thema.

Die Behebung des Missstandes ist - rechtstechnisch - relativ einfach. Leider setzt sie noch sehr viel Problembewusstsein bei der Politik, in der Bevölkerung und bei der Verfassungsgerichtsbarkeit voraus. Das Thema berührt streng gehütete Tabus. Entsprechend viel Mut ist gefragt, wenn man sich mit diesem Thema öffentlich auseinandersetzt.

Gerne stehe ich für weitere Fragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Scheuer, Andreas

keine Antwort

Schindler, Norbert

keine Antwort

Schirmbeck, Georg

keine Antwort

Schmidbauer, Bernd

keine Antwort

Schmidt (Fürth), Christian

keine Antwort

Schmidt (Mülheim), Andreas

keine Antwort

Schockenhoff, Dr. Andreas

keine Antwort

Schröder, Dr. Ole

keine Antwort

Schulte-Drüggelte, Bernhard August

keine Antwort

Schummer, Uwe

keine Antwort

Sebastian, Wilhelm-Josef

keine Antwort

Seehofer, Horst

keine Antwort

Segner, Kurt

keine Antwort

Sehling, Matthias

keine Antwort

Seib, Marion

keine Antwort

Seiffert, Heinz

keine Antwort

Siebert, Bernd

keine Antwort

Silberhorn, Thomas

keine Antwort

Singhammer, Johannes

keine Antwort

Spahn, Jens

keine Antwort

Steinbach, Erika

keine Antwort

Stetten, Christian Freiherr von

Dienstag, 25. Mai 2004 10:43

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

herzlichen Dank für die von Ihnen zugesandten Informationen.

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Christian Frhr. v. Stetten, MdB

--
Christian Frhr. von Stetten, MdB
Platz der Republik 1
PLH 6.641
11011 Berlin

Tel.: 030 - 227 - 753 46
Fax: 030 - 227 - 769 00

Storjohann, Gero

keine Antwort

Storm, Andreas

keine Antwort

Straubinger, Max

keine Antwort

Strebl, Matthäus

keine Antwort

Strobl (Heilbronn), Thomas

keine Antwort

Strothmann, Lena

keine Antwort

Stübgen, Michael

keine Antwort

Tillmann, Antje

keine Antwort

Töpfer, Edeltraut

keine Antwort

Uhl, Dr. Hans-Peter

keine Antwort

Vaatz, Arnold

keine Antwort

Vogel, Volkmar Uwe

keine Antwort

Voßhoff, Andrea Astrid

keine Antwort

Wächter, Gerhard

keine Antwort

Wanderwitz, Marco

keine Antwort

Weiß (Emmendingen), Peter

keine Antwort

Weiß (Groß-Gerau), Gerald

Berlin, 17. Mai 2004

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

für Ihre Mails herzlichen Dank.

Ihre Feststellung, dass das Einkommen von 95 % der Steuerzahler im Verhältnis zur Geldmenge M1 1995 45,02 % betragen hat, nehme ich gerne zur Kenntnis.

Mit herzlichem Dank
und freundlichen Grüssen

Gerald Weiß MdB


Berlin, 19. Mai 2004

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

für Ihre Mails herzlichen Dank.

Ihre Feststellung, dass das Einkommen von 95 % der Steuerzahler im Verhältnis zur Geldmenge M1 1995 45,02 % betragen hat, nehme ich gerne zur Kenntnis.

Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüssen


Sehr geehrter Herr Weiß,

vielen Dank für Ihre Briefe. Darin schreiben Sie, unsere Feststellung gerne zur Kenntnis nehmen, dass die Einkommen von 95% der Steuerzahler im Verhältnis zur Geldmenge M1 von 1974 bis 1995 auf 45,02% gesunken ist. Da Sie sich jeglicher weiterer Äußerung enthalten, befürchte ich, dass Ihnen die Bedeutung dieser volkswirtschaftlichen Entwicklung völlig entgangen ist. Sie erhalten daher anbei zwei Schriften, die diese Entwicklung - einmal theoretisch (nil.pdf) und einmal in realen Zahlen (ee.pdf) - erklären.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Wellenreuther, Ingo

Dienstag, 11. Mai 2004 17:24

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 11. Mai 2004. Es tut mir leid, wenn Ihre erste E-mail vom 31. März 2004 tatsächlich verloren gegangen ist und Sie bislang keine Reaktion von mir erhalten haben, denn Ihre Bürgerinitiave “gesunde Volkswirtschaft” hat sich dem wichtigsten Thema unserer Zeit angenommen und ich würde mich freuen, wenn Sie mir weitere Informationen und zukommen lassen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Wellenreuther, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030/227-73737
Fax: 030/227-76767


Sehr geehrter Herr Wellenreuther,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Zur weiteren Information erhalten Sie anbei eine Excel-Tabelle mit den statistischen Daten und Berechnungen. Die Fundstellen sind seitengenau vermerkt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Widmann-Mauz, Annette

keine Antwort

Willsch, Klaus-Peter

keine Antwort

Wimmer (Neuss), Willy

keine Antwort

Wissmann, Matthias

keine Antwort

Wittlich, Werner

keine Antwort

Wöhrl, Dagmar G.

keine Antwort

Wülfing, Elke

keine Antwort

Zeitlmann, Wolfgang

keine Antwort

Zöller, Wolfgang

keine Antwort

Zylajew, Willi

keine Antwort

3.3 PDS

Lötzsch, Dr. Gesine, fraktionslos

Dienstag, 25. Mai 2004 13:42

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

bitte entschuldigen Sie, dass ich auf Ihre erste E-mail nicht geantwortet habe.

Ich habe Ihre Ausführungen mit großem Interesse gelesen. Ich bin keine Expertin was den Zusammenhang zwischen der umlaufenden Geldmenge M1 und den derzeitigen Problemen auf dem Arbeitsmarkt sowie in den öffentlichen Haushalten betrifft. Ich kann diesem Zusammenhang daher nicht abschließend zustimmen oder widersprechen. Lassen Sie mich aber trotzdem auf einen anderen Aspekt hinweisen: Es mag sein, dass die volkswirtschaftliche Bedeutung der Zahl der Steuerzahler immer weiter abgenommen hat und das darin eine Ursache für die Probleme liegt. Fakt ist jedoch, dass sich der gesamtgesellschaftliche Reichtum seit Bestehen der Bundesrepublik immens erhöht hat. So ist beispielsweise das BSP seit 1949 real ca. um den Faktor 8 gewachsen, die Zahl der Rentner hat sich verdoppelt. Mir stellt sich hier die Frage, warum es plötzlich ein Problem sein soll, die doppelte Zahl Rentner mit dem achtfachen an grundsätzlich zur Verfügung stehenden Mitteln ausreichend zu finanzieren.

Ich bin also der Ansicht, dass die Problem in allererster Linie einer ungerechten Verteilung des Reichtums geschuldet sind. Zu den Problemen der Verteilungsgerechtigkeit können Sie unter http://sozialisten.de/politik/agenda_sozial/index.htm die Vorschläge der PDS nachlesen. Eine weitere, aus volkswirtschaftlich-wissenschaftlicher Sicht ebenfalls sehr interessante Quelle, finden Sie unter: http://www.memo.uni-bremen.de/ bei der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik.

Für weitere Anregungen von Ihrer Seite bin ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gesine Lötzsch


Sehr geehrte Frau Dr. Lötzsch,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich freue mich, dass Sie “den Finger auf den wunden Punkt legen”. Wenn Sie den von uns angedeuteten Zusammenhang zwischen Einkommen und Geldmenge vertiefen wollen, lesen Sie bitte

http://www.dr-wo.de/schriften/nil/index.htm (einfache theoretische Abhandlung der Beziehung zwischen Einkommen und Geldmenge) und

http://www.dr-wo.de/schriften/ee/index.htm (statistische Fakten dazu).

Weitere Schriften und Argumente zum Thema finden Sie unter
www.dr-wo.de/schriften/index1.htm und
http://www.dr-wo.de/themen/wohlstand.htm.

Die übrigen Parteien (mit Ausnahme der FDP) mache ich auf dieses Thema übrigens ebenfalls aufmerksam, da dies durchaus in deren “politischen Horizont” passt.

Über eine neuerliche Antwort oder einen Anruf von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Die von Ihnen angeführten Internetseiten werde ich lesen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Pau, Petra, fraktionslos

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3.4 SPD

für die SPD-Bundestagsfraktion

Berlin, den 19. Mai 2004/GE/we

Lieber Harald Wozniewski,

vielen Dank für dein Schreiben an die SPD-Bundestagsfraktion und an einzelne Abgeordnete zum Thema Binnennachfrage, das ich für die SPD-Bundestagsfraktion beantworten möchte.

Auch wir sehen in der schwachen Binnenkonjunktur das zentrale Problem unserer Wachstumsschwäche. Diese hat bekanntermaßen vielfältige Ursachen, wobei derzeit die Vertrauenskrise wohl eine der zentralen Größen ist. Ein Anstieg der Sparquote ist hierfür ein klares Anzeichen. Natürlich wird die Binnennachfrage neben der allgemeinen Einschätzung der volkswirtschaftlichen und individuellen wirtschaftlichen Perspektive auch vom verfügbaren bzw. realen Einkommen bestimmt.

Welche Relevanz die von dir aufgezeichnete Verschiebung der Gewichte zwischen Geld-
menge und dem Einkommen der Steuerzahler hat, ist nicht eindeutig quantifizierbar. Ich bitte um Verständnis, wenn ich an dieser Stelle auf einen Diskurs über Geldmengen, theoretische Konzepte bzw. die Bedeutung von M1 für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank verzichte. Hierbei spielen bestimmt die Frage der Loslösung der monetären von den realen Strömen bzw. die Frage nach der steigenden Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und deren Berücksichtigung bei der Zinspolitik eine nicht zu unterschätzende Rolle. Auch wenn ich an dieser Stelle auf eine ausführlichere Diskussion verzichten möchte, wäre ich durchaus an Informationen zu diesem Thema aus der Sicht der Bürgerinitiative gesunde Volkswirtschaft interessiert.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gerhard Fischer


Lieber Genosse Gerhard,

vielen Dank für deinen Brief vom 19. Mai 2004. Du schreibst, eine wesentliche Ursache der schwachen Binnenkonjunktur sei heute “bekanntermaßen” eine Vertrauenskrise. Dies belege der Anstieg der “Sparquote”. Wir halten das indes für Nebenprodukte, die, wollte man an ihnen herum operieren, allenfalls eine symptomatische Behandlung zulassen, jedoch keine echte Heilung. Wie dir sicher nicht entfallen ist, beziehen sich unsere Feststellungen auf den Zeitraum von 1974 bis 1995. Die Erklärung “Vertrauenskrise”, die heute alle Spatzen von den Dächern pfeifen, ist noch keine drei Jahre alt. Auch die “Sparquote” ist nur ein Scheinargument, wie aus dem beigefügten Aufsatz “Die Einkommensentwicklung steht Kopf” unschwer erkennbar ist.

Der “Verzicht” eines “Diskurses über Geldmengen, theoretischer Konzepte bzw. die Bedeutung von M1 ...” könnte der Verzicht sein, wesentliche Ursachen der seit Ende der 60er Jahre stetig steigenden Arbeitslosigkeit und der heutigen Krisen zu erkennen. Umso mehr begrüße ich dein Interesse an weiteren Informationen zu diesem Thema.

Der oben genannte Aufsatz ist in der Anlage ee.doc enthalten, die Daten und Fundstellen dazu in einkommen61-95.xls. In Nil.eml findest du eine theoretische, aber leicht verständliche Diskussion der Entwicklung der Verteilung der Geldmenge und der Folgen für eine Volkswirtschaft.

Viele Grüße

Harald Wozniewski

Akgün, Dr. Lale

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Andres, Gerd

keine Antwort

Arndt-Brauer, Ingrid

keine Antwort

Arnold, Rainer

keine Antwort

Bachmaier, Hermann

Donnerstag, 13. Mai 2004 14:33

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

für Ihre E-Mail danke ich Ihnen im Auftrag von Herrn Bachmaier. Wir möchten Sie allerdings bitten, sich zuständigkeitshalber an Ihre Wahlkreisabgeordnete, Frau Brigitte Wimmer, MdB, zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Pfeifer, Mitarbeiterin

Bahr, Ernst

keine Antwort

Barnett, Doris

keine Antwort

Bartels, Dr. Hans-Peter

keine Antwort

Barthel (Berlin), Eckhardt

keine Antwort

Barthel (Starnberg), Klaus

keine Antwort

Bartol, Sören

keine Antwort

Bätzing, Sabine

keine Antwort

Beckmeyer, Uwe Karl

keine Antwort

Benneter, Klaus Uwe

keine Antwort

Berg, Dr. Axel

keine Antwort

Berg, Ute

keine Antwort

Bertl, Hans-Werner

keine Antwort

Bierwirth, Petra

keine Antwort

Bindig, Rudolf

keine Antwort

Binding (Heidelberg), Lothar

Mittwoch, 30. Juni 2004 00:54

Sehr geehrter Herr Wozniewski ,

Sie schreiben, “...nachweisen, dass die Einkommen von rund 95 % der Steuerzahler (aus allen Einkunftsarten!) im Verhältnis zur Geldmenge (M1) allein von 1974 bis 1995 rapide auf 45,02 % gefallen sind.” Es ist folglich nur logisch, dass immer mehr Bürger in die Arbeitslosigkeit fallen...” . Leider ist es so einfach nicht.

Alle monokausalen Ableitungen, und alle Betrachtungen, die sich auf räumlich oder zeitlich begrenzte Allokationsabschnitte beziehen helfen unserer Gesellshaft nicht weiter. Sind auch nicht “logisch”. Sie sind höchstens zufällig wahr.

Ich bitte Se um Entschuldung für die späte Antwort. Aber ich schaffe es nicht alle mails in der gebotenen zeitlichen Nähe und Ausführlichkeit zu beantworden. Deshalb möchte ich Sie auch auf meine Homepage verweisen; dort finden Sie einige Andeutungen, insbesondere unter Stichwort “3. System”. Hoffentlich könne Sie Verständnis dafür haben,wenn ich Sie zur weiterführenden Korrespondenz an meine Kollegen in der Region Karlsruhe verweise.

Mit freudndlichen Grüßen, Ihr Lothar Binding


Lieber Genosse Lothar,

wir waren uns kürzlich hier in Karlsruhe im DGB-Haus anlässlich eures Vortrags zur Gemeindefinanzierung begegnet, und ich merkte schon, dass du nichts fremdes an dich heran lässt. Natürlich kann man die Welt nicht monokausal erklären. Darum geht es auch nicht. Es geht vielmehr darum, bestimmte Fakten zur Kenntnis zu nehmen, egal, ob sie “zufällig” oder nicht “zufällig” wahr sind. Auch für Politiker und Parteien gilt: wer an der falschen Stelle schraubt, wird die Probleme nicht in den Griff bekommen!

Auf deiner Homepage habe ich herum gesucht, aber über “3. System” nichts gefunden.

Deine Antwort habe ich an unsere Mitglieder in deinem Wahlkreis weitergeleitet. Es wird sie nicht freuen, dass sie künftig nur noch Antwort von Brigitte Wimmer erhalten sollen. Mit anderen Worten, da Brigitte Wimmer hierzu überhaupt nichts zu sagen hat, wird es gar keine Antwort mehr geben.

Viele Grüße

Harald Wozniewski

Bodewig, Kurt

keine Antwort

Bollmann, Gerd Friedrich

keine Antwort

Brandner, Klaus

keine Antwort

Brase, Willi

keine Antwort

Brinkmann (Hildesheim), Bernhard

keine Antwort

Bruckmann, Hans-Günter

Dienstag, 1. Juni 2004 14:59

Lieber Genosse Bruckmann,

vielen Dank für deinen Anruf am 25. Mai 2004. Leider haben wir das Gespräch nicht wie verabredet fortgesetzt.

Dir ist sicher nicht entfallen, dass sich unsere Feststellungen auf den Zeitraum von 1974 bis 1995 beziehen. Die Erklärung “Vertrauenskrise”, die heute alle Spatzen von den Dächern pfeifen, ist noch keine drei Jahre alt. Die volkswirtschaftliche Entwicklung ist viel älter als alle “offiziellen” Erklärungsversuche für unsere Krise heute. Auch die “Sparquote” ist nur ein Scheinargument, wie aus dem beigefügten Aufsatz “Die Einkommensentwicklung steht Kopf” (ee.pdf) unschwer erkennbar ist.

Die wesentlichen Ursachen der seit Ende der 60er Jahre stetig steigenden Arbeitslosigkeit und der heutigen Krisen zu erkennen und - so man will - zu bekämpfen, setzt ein unverfälschtes Verständnis von unserer Geldwirtschaft voraus, insbesondere mit Blick auf den veränderten Geldfluss in unserer Volkswirtschaft. In nil.pdf findest du dazu eine theoretische, aber leicht verständliche Diskussion der Entwicklung der Verteilung der Geldmenge und der Folgen für eine Volkswirtschaft. Die Wirklichkeitsnähe dieses theoretischen Aufsatzes wird in der oben bereits genannten Schrift ee.pdf dargelegt. Die Daten und Fundstellen dazu sind in einkommen61-95.xls enthalten.

Viele Grüße
Dr. Harald Wozniewski

Bulmahn, Edelgard

keine Antwort

Bülow, Marco

Freitag, 14. Mai 2004 09:15

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich bitte ich Sie um Verständnis, daß Herr Bülow Ihnen nicht antworten kann. Herr Bülow erhält sehr viele Anfragen, Mails bzw. Briefe zu den unterschiedlichsten Themen. Sehr viel mehr, als sich in gebotener Frist und hinreichender Ausführlichkeit beantworten lassen. Deshalb muß er sich bei seiner Korrespondenz auf seinen Wahlkreis bzw. sein politisches Thema “Erneuerbare Energien” konzentrieren.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Busjahn
Mitarbeiter

Burchardt, Ulla

keine Antwort

Bürsch, Dr. Michael

keine Antwort

Bury, Hans Martin

keine Antwort

Büttner (Ingolstadt), Hans

keine Antwort

Caspers-Merk, Marion

keine Antwort

Danckert, Dr. Peter

keine Antwort

Däubler-Gmelin, Dr. Herta

Mittwoch, 31. März 2004 15:32

Sehr geehrter Dr. Wozniewski,

herzlichen Dank und beste Grüsse von Frau Däubler- Gmelin. Sie ist sehr interessiert, mehr von Ihnen zu erfahren. I. V. R. Rowald.


(So wird dort immer geantwortet. Danach kommt aber nichts mehr!)


Sehr geehrte/r Frau/Herr Rowald,

vielen Dank für Ihr E-Mail!

Herzlich gerne! Was kann ich Ihnen beantworten? Frau Däubler-Gmelin kann mich auch gerne jederzeit anrufen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Diller, Karl

keine Antwort

Dörmann, Martin

keine Antwort

Dreßen, Peter

keine Antwort

Dzembritzki, Detlef

keine Antwort

Edathy, Sebastian

keine Antwort

Ehrmann, Siegmund

keine Antwort

Eichel, Hans

keine Antwort

Elser, Marga

keine Antwort

Erler, Gernot

keine Antwort

Ernstberger, Petra

keine Antwort

Evers-Meyer, Karin

keine Antwort

Faße, Annette

keine Antwort

Ferner, Elke

keine Antwort

Fograscher, Gabriele

keine Antwort

Fornahl, Rainer

keine Antwort

Frechen, Gabriele

keine Antwort

Freitag, Dagmar

keine Antwort

Friedrich (Mettmann), Lilo

keine Antwort

Gleicke, Iris

keine Antwort

Gloser, Günter

keine Antwort

Göllner, Uwe

keine Antwort

Gradistanac, Renate

keine Antwort

Graf (Rosenheim), Angelika

keine Antwort

Grasedieck, Dieter

keine Antwort

Griefahn, Monika

keine Antwort

Griese, Kerstin

keine Antwort

Groneberg, Gabriele

Donnerstag, 13. Mai 2004 12:29

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

für Ihre email danke ich Ihnen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich auf den von Ihnen angesprochenen Sachverhalt nicht näher eingehe. Dies hängt mit meiner Prioritätensetzung zusammen, die ich Ihnen gerne erläutern möchte.

Wie Sie wissen, herrscht in unserem Parlament Arbeitsteilung. Das heißt, dass zunächst jeder Bundestagsabgeordnete für einen bestimmten Wahlkreis des Landes zuständig ist; in meinem Falle ist es der Wahlkreis Cloppenburg-Vechta. Ich bin direkte Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger aus meinem Wahlkreis und sehe mich als Vertreterin ihrer Interessen. Entsprechend verfahren meine Kolleginnen und Kollegen für ihre Wahlkreise.

Für Ihr Anliegen - und sei es auch nur, dass sie sich kritisch äußern möchten - ist in erster Linie Ihr Wahlkreisabgeordneter zuständig. Bitte informieren Sie sich unter www.bundestag.de wer für Ihre Belange ansprechbar sein könnte.

Andererseits besteht eine thematisch-inhaltliche Zuordnung, die sich aus der Ausschußzugehörigkeit ergibt: Ich bin ordentliches Mitglied in den Ausschüssen für Verkehr, Bau und Wohnungswesen sowie für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sollten Ihre Anliegen, Anregungen, kritischen Bemerkungen in diese Bereiche fallen, setze ich mich gerne damit auseinander.

Zum Schluß meine herzliche Bitte: Wenden Sie sich an Ihren Wahlkreisabgeordneten - er oder sie ist für Sie der erste Ansprechparnter.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Gabriele Groneberg, MdB

Großmann, Achim

keine Antwort

Grotthaus, Wolfgang

keine Antwort

Haack (Extertal), Karl-Hermann

keine Antwort

Hacker, Hans-Joachim

keine Antwort

Hagedorn, Bettina

Mittwoch, 12. Mai 2004 15:48

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

vielen Dank für Ihre Email vom 11. Mai 2004. Da wir sehr viele Anfragen und Emails erhalten, sehen wir uns leider nicht mehr in der Lage auf jede Email antworten zu können. Wir sind deshalb dazu übergegangen, Anfragen und Emails, die nicht aus unserem Wahlkreis kommen, an die zuständigen Abgeordneten weiterzuleiten. Ich möchte Sie bitten, dafür Verständnis zu haben. Wir haben Ihre Email an Ihre zuständige Abgeordnete in Karlsruhe, Frau Brigitte Wimmer, weitergeleitet und um eine Antwort an Sie auch im Namen von Frau Hagedorn gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

Birgid Lehmann
(wiss. Mitarbeiterin von Bettina Hagedorn)


Sehr geehrte Frau Lehmann,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Frau Hagedorn doch nicht willens oder nicht in der Lage ist, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Hagemann, Klaus

keine Antwort

Hartenbach, Alfred

keine Antwort

Hartmann, Michael

keine Antwort

Hauer, Nina

keine Antwort

Heil, Hubertus

keine Antwort

Hemker, Reinhold

keine Antwort

Hempelmann, Rolf

keine Antwort

Hendricks, Dr. Barbara

keine Antwort

Herzog, Gustav

keine Antwort

Heß, Petra

keine Antwort

Heubaum, Monika

keine Antwort

Hilbrecht, Gisela

keine Antwort

Hiller-Ohm, Gabriele

Donnerstag, 13. Mai 2004 14:39

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

in Ihrer Email vom 11.05.2004 stellen Sie eine Verbindung zwischen der Geldmengenveränderung und der Einkommensveränderung in Deutschland her. Das Ergebnis ist sehr interessant. Es bietet eine gute Grundlage für weitere Untersuchungen in Bereich der Volkswirtschaft und Sozialwissenschaft. Allerdings ist das Ergebnis Ihrer Untersuchung für eine politische Bewertung aus meiner Sicht zu abstrakt. Deshalb möchte ich Ihre Schlussfolgerungen aus dem Untersuchungsergebnis weder bejahen noch verneinen.

Mit freundlichen Grüßen

i.a. Timm Meike
wissenschaftlicher Mitarbeiter von Gabriele Hiller-Ohm, MdB

Tel: 030/22777246
Fax: 030/22776514


Sehr geehrter Herr Meike,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich möchte Sie ermutigen, weitere Untersuchungen anstellen zu lassen. Bitte informieren Sie uns zu gegebener Zeit über die Ergebnisse.

Für einen weiteren Einstieg in die Problematik empfehle ich die Veröffentlichungen unter www.dr-wo.de/schriften/index1.htm und http://www.dr-wo.de/themen/wohlstand.htm. Dort finden Sie auch politische Diskussionen.

Bitte rufen Sie mich gelegentlich einmal an!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Hilsberg, Stephan

keine Antwort

Höfer, Gerd

keine Antwort

Hoffmann (Chemnitz), Jelena

keine Antwort

Hoffmann (Darmstadt), Walter

keine Antwort

Hoffmann (Wismar), Iris

keine Antwort

Hofmann (Volkach), Frank

keine Antwort

Hovermann, Eike Maria

keine Antwort

Hübner, Klaas

keine Antwort

Humme, Christel

keine Antwort

Ibrügger, Lothar

keine Antwort

Irber, Brunhilde

Dienstag, 11. Mai 2004 12:42

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,
Ihre mail haben wir erhalten und zur Kenntnis genommen. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
K-U v. Damaros

Jäger, Renate

keine Antwort

Janssen, Jann-Peter

keine Antwort

Jonas, Klaus Werner

keine Antwort

Kahrs, Johannes

keine Antwort

Kasparick, Ulrich

keine Antwort

Kastner, Susanne

keine Antwort

Kelber, Ulrich

keine Antwort

Kemper, Hans-Peter

keine Antwort

Kirschner, Klaus

keine Antwort

Klose, Hans-Ulrich

keine Antwort

Klug, Astrid

keine Antwort

Köhler, Dr. Heinz

keine Antwort

Kolbow, Walter

keine Antwort

Körper, Fritz-Rudolf

keine Antwort

Kortmann, Karin

keine Antwort

Kramer, Rolf

keine Antwort

Kramme, Anette

keine Antwort

Kranz, Ernst

keine Antwort

Kressl, Nicolette

keine Antwort

Kröning, Volker

keine Antwort

Krüger, Dr. Hans-Ulrich

keine Antwort

Krüger-Leißner, Angelika

keine Antwort

Kubatschka, Horst

keine Antwort

Küchler, Ernst

keine Antwort

Kühn-Mengel, Helga

keine Antwort

Kumpf, Ute

keine Antwort

Küster, Dr. Uwe

keine Antwort

Lambrecht, Christine

keine Antwort

Lange (Backnang), Christian

Mittwoch, 12. Mai 2004 10:10

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,
Herr Lange dankt für Ihre Mail. Da die Bundestagsabgeordnete Brigitte Wimmer zuständig ist, haben wir Ihre Email zur Beantwortung an frau Wimmer weitergeleitet.
i.A.

--
Mit freundlichen Grüßen
Johanna Lukcsovitz
(Mitarbeiterin)


Sehr geehrte Frau Lukcsovitz,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Herr Lange doch nicht willens oder nicht in der Lage sind, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Lehder, Christine

keine Antwort

Lehn, Waltraud

keine Antwort

Leonhard, Dr. Elke

keine Antwort

Lewering, Eckhart

keine Antwort

Lohmann, Götz-Peter

keine Antwort

Lösekrug-Möller, Gabriele

keine Antwort

Lotz, Erika

keine Antwort

Lucyga, Dr. Christine

Donnerstag, 1. April 2004 11:42

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

im Auftrag von Frau Dr. Lucyga, MdB teile ich Ihnen mit, dass sie Ihr Schreiben vom gestrigen Tage mit Interesse zur Kenntnis genommen hat. Sie hat mich ferner gebeten, Sie wissen zu lassen, dass sie sich gern mit Ihren Argumenten auseinandersetzen wird.

Mit freundlichen Grüssen

i.A. Daniel Bärmann

Manzewski, Dirk

keine Antwort

Marhold, Tobias

keine Antwort

Mark, Lothar

keine Antwort

Marks, Caren

keine Antwort

Matschie, Christoph

keine Antwort

Mattheis, Hilde

keine Antwort

Meckel, Markus

keine Antwort

Mehl, Ulrike

keine Antwort

Merkel, Petra-Evelyne

keine Antwort

Merten, Ulrike

keine Antwort

Mertens, Angelika

keine Antwort

Mierscheid, Jakob Maria

keine Antwort

Mogg, Ursula

Dienstag, 11. Mai 2004 12:50

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

da Frau Mogg ihren Wahlkreis in Rheinland-Pfalz hat und innerhalb ihrer Fraktion und des Bundestages fachlich für die Themen Außen- und Sicherheitspolitik zuständig ist, bitte ich um Ihr Verständnis, wenn wir uns zu Ihrem Anliegen nicht äußern.

Ich bitte Sie, sich an einen der regional oder fachlich zuständigen Abgeordneten zu wenden. Wer für Ihre Region zuständig ist, können Sie leicht über die Homepage des Bundestages ermitteln.

Ich bitte Sie, diese Mitteilung nicht als Geringschätzung Ihres Anliegens zu werten. Wir sind jedoch nicht in der Lage, alle eingehenden Sendungen sachlich zu bearbeiten und beschränken uns daher auf die Zuständigkeitsbereiche der Abgeordneten.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Joachim Bell


Sehr geehrter Herr Bell,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Frau Abgeordnete Mogg doch nicht willens oder nicht in der Lage ist, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Müller (Düsseldorf), Michael

keine Antwort

Müller (Zittau), Christian

keine Antwort

Multhaupt, Gesine

keine Antwort

Müntefering, Franz

keine Antwort

Mützenich, Dr. Rolf

keine Antwort

Neumann (Bramsche), Volker

keine Antwort

Nietan, Dietmar

keine Antwort

Ober, Dr. Erika

keine Antwort

Ortel, Holger

keine Antwort

Paula, Heinz

keine Antwort

Pflug, Johannes Andreas

keine Antwort

Poß, Joachim

keine Antwort

Priesmeier, Dr. Wilhelm

keine Antwort

Pronold, Florian

keine Antwort

Raabe, Dr. Sascha

keine Antwort

Rehbock-Zureich, Karin

keine Antwort

Reichenbach, Gerold

keine Antwort

Reimann, Dr. Carola

keine Antwort

Riemann-Hanewinckel, Christel

keine Antwort

Riester, Walter

keine Antwort

Robbe, Reinhold

keine Antwort

Röspel, René

keine Antwort

Rossmann, Dr. Ernst-Dieter

keine Antwort

Roth (Heringen), Michael

keine Antwort

Roth, Karin

keine Antwort

Rübenkönig, Gerhard

keine Antwort

Runde, Ortwin

keine Antwort

Rupprecht, Marlene

keine Antwort

Sauer, Thomas

keine Antwort

Schaaf, Anton

keine Antwort

Schäfer, Axel

keine Antwort

Schaich-Walch, Gudrun

keine Antwort

Scharping, Rudolf

Freitag, 18. Juni 2004 11:32

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

Ihre Nachrichten habe ich erhalten. Die Binnenkonjunktur ist eines der zentralen Themen unserer wirtschaftlichen Entwicklung, ihre Ankurbelung von besonderer Bedeutung, auch für den Arbeitsmarkt. Die Binnenkonjunktur wird von vielen Faktoren beeinflußt. Deshalb ist die Bezugsgröße der Geldmenge M1 ein Aspekt, wenn überhaupt.

Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Scharping


Sehr geehrter Herr Scharping,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Offensichtlich messen Sie den angeführten Fakten keine, jedenfalls keine große Bedeutung bei. Vielleicht können die begefügten Schriften Sie umstimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Scheelen, Bernd

keine Antwort

Scheer, Dr. Hermann

keine Antwort

Scheffler, Siegfried

keine Antwort

Schild, Horst

keine Antwort

Schily, Otto

keine Antwort

Schmidbauer (Nürnberg), Horst

keine Antwort

Schmidt (Aachen), Ursula

keine Antwort

Schmidt (Eisleben), Silvia

keine Antwort

Schmidt (Meschede), Dagmar

keine Antwort

Schmidt (Salzgitter), Wilhelm

keine Antwort

Schmitt (Landau), Heinz

keine Antwort

Schneider, Carsten

keine Antwort

Schöler, Walter

keine Antwort

Scholz, Olaf

keine Antwort

Schönfeld, Karsten

keine Antwort

Schösser, Fritz

keine Antwort

Schreck, Wilfried

keine Antwort

Schreiner, Ottmar

Mittwoch, 19. Mai 2004 12:23

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

auch ich sehe ein großes Problem in der schwachen Binnenkonjunktur. Durch die sozialen Einschnitte bei Arbeitslosen und Rentnern sowie durch zu geringe Lohnsteigerungen bei der arbeitenden Bevölkerung wird dieses Problem weiter verschärft.

Die oberen 10 Prozent unserer Gesellschaft besitzen nahezu die Hälfte des Gesamtvermögens, während den unteren 50 Prozent noch nicht einmal 5 Prozent des Privatvermögens gehören. Deshalb trete ich u. a. für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein.

Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben ergeben, dass selbst wenn die Vermögenssteuer nur bei privaten Haushalten eingeführt würde und wenn jeder dieser Haushalte einen Freibetrag von einer halben Million Euro erhielte, 500 000 Euro also, für die keine Vermögensteuer zu zahlen wäre, wir hier von 1,59 Billionen Euro reden, die zu versteuern wären. Das zeigt deutlich, wie Vermögen in unserem Land verteilt ist und dass die Besteuerung großer Vermögen nicht zuletzt ein Gebot der Gerechtigkeit ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ottmar Schreiner


Sehr geehrter Herr Schreiner,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich freue mich, dass Sie das Problem erkennen und angehen wollen.

Ihr Lösung liegt in der Vermögensteuer. Die Reichen unseres Landes (Vermögen von 10 Millionen bis etwa 20 Milliarden Euro) haben seit 1995 freilich sehr viel Geld gespart. Und die Wiederherstellung der Steuer würde vieles erleichtern.

Unsere groben Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass das Problem der “Verarmung” von 95% der Bevölkerung nicht lösen kann. Auch unsere Berechnungen beziehen sich auf eine Zeit, als die Vermögensteuer noch in Kraft war.

Gerne würden wir das Thema mit Ihnen vertiefen, wenn Sie dazu bereit wären.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Schröder, Gerhard

keine Antwort

Schulte (Hameln), Brigitte

keine Antwort

Schultz (Everswinkel), Reinhard

keine Antwort

Schulz, Swen

keine Antwort

Schwall-Düren, Dr. Angelica

keine Antwort

Schwanholz, Dr. Martin

keine Antwort

Schwanitz, Rolf

Montag, 17. Mai 2004 08:46

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

wie ich Ihnen bereits per Mail am 20. April mitteilte, ist es Herrn
Schwanitz nicht möglich, alle Briefe bzw. E-Mails zu beantworten.
Deshalb beschränkt er sich bei seiner Korrespondenz in der Regel auf
seinen Wahlkreis.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Busjahn
Mitarbeiter

Simm, Erika

keine Antwort

Skarpelis-Sperk, Dr. Sigrid

keine Antwort

Sonntag-Wolgast, Dr. Cornelie

keine Antwort

Spanier, Wolfgang

keine Antwort

Spielmann, Dr. Margrit

keine Antwort

Spiller, Jörg-Otto

keine Antwort

Staffelt, Dr. Ditmar

keine Antwort

Stiegler, Ludwig

keine Antwort

Stöckel, Rolf

Dienstag, 18. Mai 2004 19:11

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

herzlichen Dank für ihre Erinnerung. Ich bitte um Verständnis, dass ich Ihr Anschreiben erst jetzt beantworte. Die Binnenkonjunktur leidet m. E. nicht an gesunkenen Löhnen, Renten und Transferleistungen für Arbeitslose, die im Durchschnitt, trotz einiger Reallohnverlustjahre, tatsächlich gestiegen sind. Es gibt m. E. auch immer mehr andere Einkommen aus Vermietung, Verpachtung, Geldanlagen, Kapitalerträgen, die nur wenig besteuert werden. Darüberhinaus sind Steuersenkungen erfolgt und die Preissteigerungsraten waren relativ gering. Es gibt aber eine höhere Sparquote aufgrund von Unsicherheit und wenig stetiger wirtschaftlicher Perspektiven. Außerdem kommt wohl die wahnsinnige Geldvernichtung nach dem Platzen der New-Economie-Blase und ein gewisser Sättigungsgrad mit langlebigen Konsumgütern hinzu.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Gedanken dienen zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Rolf Stöckel


Sehr geehrter Herr Stöckel,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Wir danken Ihnen sehr, dass Sie sich mit dem Thema beschäftigen!

Sie haben unser Untersuchungsergebnis missverstanden: Wir sprechen nicht vom Sinken der Einkommen von Arbeitsnehmern, sondern vom (relativen) Sinken der Einkommen ALLER steuerlichen Einkommensarten!

Wenn Sie sich das bitte vergegenwärtigen: was sagen Sie dazu?

Ich bin spezialisiert auf Bankrecht. Von Geldvernichtung, die Sie behaupten, kann seit Jahrzehnten keine Rede sein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski


Montag, 24. Mai 2004 14:16

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

Das Sinken der z.Zt. zu versteuernden Einkommen räume ich ja ein, aber war der Einbruch der Aktienunternehmen der sogenannten “New Economie” keine Geldvernichtung?

MfG.

Rolf Stöckel


Sehr geehrter Herr Stöckel,

vielleicht bin ich auf diesem Gebiet zu sehr ein Haarspalter, und deshalb brauchen Sie meinen Widerspruch dazu auch nicht all zu ernst nehmen. Geld im rechtlichen Sinne wurde nicht vernichtet. Natürlich meint man mit Geldvernichtung etwas anderes. Man meint damit in der Regel, dass (viele) Leute Vermögen (z. B. in Form von Aktienwerten) ganz oder teilweise verloren haben. Diese Feststellung ist natürlich zutreffend. Ein Haarspalter wie ich sagt dazu aber nicht Geldvernichtung. Denn das Geld, dass viele Leute z. B. für den Kauf von Aktien bezahlt hatten, ist bei den Verkäufern der Aktien gelanden; es ist nicht vernichtet worden, so als würde jemand Geldscheine verbrennen. Die Geldmenge im rechtlichen und im banktechnischen Sinne ist in den vergangenen Jahrzehnten STETIG und in großen Schritten gewachsen, ist also nicht “vernichtet” worden. Vernichtet wurden Vermögenswerte, z. B. Aktienwerte. An der Börse war fast Panik ausgebrochen, Unternehmen sind auch Konkurs gegangen, und dadurch haben die “frisch gebackenen” Aktionäre (leider) Vermögen verloren. Wie gesagt, Sie und ich sind hier im Grunde nicht verschiedener Ansicht; wir hatten allenfalls um Worte gestritten.

Um so schwerer wiegt der gewaltige Verlust an volkswirtschaftlicher Bedeutung (“Kaufkraft”) des Großteils der Bevölkerung. Die Statistiken reichen zur Zeit leider nur von 1974 bis 1995. Aber die Entwicklung ist sicher so weiter gegangen. Denn die Ursache dieser Entwicklung hat sich bis heute nicht verändert. Unter www.dr-wo.de/schriften/ee/index1.htm finden Sie die Untersuchung des vorhandenen statistischen Materials (in der dort abrufbaren Excel-Tabelle auch die seitengenauen Fundstellen). Eine theoretische, aber einfache Diskussion dieses volkswirtschaftlichen Aspekts finden Sie unter www.dr-wo.de/schriften/nil/index1.htm. Sie werden leicht erkennen, dass die oft zu hörenden Argumente wie “hohe Sparquote”, “Verunsicherung”, “Überregulierung der Wirtschaft /der Arbeit durch den Staat” usw. usf. in Wirklichkeit Scheinargumente sind.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Strässer, Christoph

keine Antwort

Streb-Hesse, Rita

Dienstag, 11. Mai 2004 17:12

Sehr geehrter Harald Wonziewski,

vielen Dnak für Ihre Mail. Ihr Schreiben ist nicht verloren gegangen. Allerdings werden Sie von mir keine Antwort erhalten, denn im Rahmen der Arbeitsteilung in der Fraktion werden Schreiben, die sich auf ein bestimmtes Themengebiet beziehen, in Ihrem Fall (Wirtschaft/ Steuern/ Konjunktur..) von den zuständigen Arbeitsgruppenmitglied im Namen der Fraktion beantwortet. Davon gehe ich auch in Ihrem Fall aus.

Anderss verhält es sich das, wenn Bürgerinnen und Bürger oder Organisationen, Verbände etc. mich aus den Wahlkreis anschreiben. In diesem Fall werde ich in der Regel die Schreiben selbst beantworten. Allerdings bin ich Abgeordnete der Stadt Frankfurt am Main und nicht für Karlsruhe zuständig.

Daher empfehle ich Ihnen: Schreiben Sie Ihren Abgeordneten direkt an.

Herzliche Berliner/ Frankfurter Grüße

gez. Rita Streb-Hesse


Sehr geehrte Frau Streb-Hesse,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Sie doch nicht willens oder nicht in der Lage sind, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Harald Wozniewski

Struck, Dr. Peter

keine Antwort

Stünker, Joachim

keine Antwort

Tauss, Jörg

keine Antwort

Teuchner, Jella

keine Antwort

Thalheim, Dr. Gerald

keine Antwort

Thierse, Wolfgang

Dienstag, 11. Mai 2004 14:23

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

wir bestätigen Ihnen den Eingang Ihres Schreibens von heute und
entschuldigen uns, daß Sie auf Ihr Schreiben aus dem Monat März noch
keine Antwort bzw. noch keine Zwischennachricht erhalten haben.

Aufgrund eines personellen Wechsels im Büro kann es gut sein, daß Ihre
Mail keiner Bearbeitung zugeführt wurde.
Sollte dies so gewesen sein, bedauern wir dies sehr. Aufgrund der
Vielzahl der Eingänge bitten wir Sie aber auch um Verständnis, wenn eine
Beantwortung Ihres Schreibens durch Wolfgang Thierse ein wenig Zeit in
Anspruch nehmen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Gaiser

Thönnes, Franz

keine Antwort

Uhl, Hans-Jürgen

keine Antwort

Veit, Rüdiger

keine Antwort

Violka, Simone

keine Antwort

Vogelsänger, Jörg

keine Antwort

Vogt (Pforzheim), Ute

keine Antwort

Volkmer, Dr. Marlies

keine Antwort

Wagner, Hans-Georg

Dienstag, 11. Mai 2004 12:55

Sehr geehrter Herr Dr. Wozniewski,

ich danke Ihnen im Namen von Herrn Wagner fuer Ihre eMails, die wir an die AG Finanzen und die AG Wirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion weitergeleitet haben.

Mit freundlichen Gruessen
i.A.: H.-J. Anders, Mitarbeiter

Wegener, Hedi

keine Antwort

Weigel, Andreas

keine Antwort

Weis (Stendal), Reinhard

keine Antwort

Weis, Petra

keine Antwort

Weisheit, Matthias

keine Antwort

Weißgerber, Gunter

keine Antwort

Weisskirchen (Wiesloch), Gert

keine Antwort

Weizsäcker, Dr. Ernst Ulrich von

keine Antwort

Welt, Jochen

keine Antwort

Wend, Dr. Rainer

keine Antwort

Westrich, Lydia

keine Antwort

Wettig-Danielmeier, Inge

keine Antwort

Wetzel, Dr. Margrit

Dienstag, 11. Mai 2004 15:20

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

wegen der Fülle der uns erreichenden Mails sind wir gezwungen, uns mit der Beantwortung auf jene zu konzentrieren, die aus Frau Dr. Wetzels Wahlkreis kommen.

Büro Dr. Margrit Wetzel


Sehr geehrte/r Frau/Herr,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Frau Abgeordnete Dr. Wetzel doch nicht willens oder nicht in der Lage ist, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Wicklein, Andrea

keine Antwort

Wieczorek (Böhlen), Jürgen

keine Antwort

Wieczorek-Zeul, Heidemarie

keine Antwort

Wiefelspütz, Dr. Dieter

keine Antwort

Wimmer (Karlsruhe), Brigitte

keine Antwort

Wistuba, Engelbert

keine Antwort

Wittig, Barbara

keine Antwort

Wodarg, Dr. Wolfgang

keine Antwort

Wohlleben, Verena

keine Antwort

Wolff (Wolmirstedt), Waltraud

keine Antwort

Wright, Heidemarie

keine Antwort

Zapf, Uta

Dienstag, 11. Mai 2004 14:42

Sehr geehrter Herr Wozniewski,

wir haben Ihr Mail an Ihre zuständige Abgeordnete im Wahlkreis Karlsruhe, Frau Wimmer, weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen
Antje Schwarzer
Büro Zapf


Sehr geehrte Frau Schwarzer,

vielen Dank für Ihr E-Mail! Ich habe Ihre Antwort an unsere Mitglieder aus Ihrem Wahlkreis weitergeleitet. Wir haben den Eindruck, dass - entgegen der uns ursprünglich zugetragenen Verlautbarung - Frau Abgeordnete Zapf doch nicht willens oder nicht in der Lage ist, sich mit diesem BUNDESWEIT sehr wichtigen Problem auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Wozniewski

Zöllmer, Manfred Helmut

keine Antwort

Zöpel, Dr. Christoph

keine Antwort

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