Modelle zu unserer Volkswirtschaft und Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
John Maynard Keynes, Letter to Roy Harrod. 4.7.1938. Collected Writings of J.M. Keynes, Vol. XIV, S. 296. Übersetzung von Harald Scherf:
“Economics ist eine Wissenschaft des Denkens in Modellen, verbunden mit der Kunst, Modelle zu wählten, die für die gegenwärtige Welt relevant sind. Das muss so sein, weil, anders als in den typischen Naturwissenschaften, das Material, auf das Economics angewandt wird, in zu vieler Hinsicht nicht im Zeitablauf homogen ist. Das Ziel eines Modells liegt in der Trennung der semi-permanenten oder relativ konstanten Faktoren von den transitorischen oder fluktuierenden Faktoren, um über diese in einer logischen Form nachdenken zu können und die Zeitsequenzen, die sie in bestimmten Fällen bewirken verstehen zu können. Gute Ökonomen sind selten, weil anscheinend die Begabung, durch aufmerksame Beobachtung gute Modelle ausfindig machen zu können, sehr rar ist, obwohl dazu keine hochspezialisierte intellektuelle Technik erforderlich ist.”
In diesem Abschnitt geht es um grundlegende Fragen einer Volkswirtschaft mit Blick auf den modernen Feudalismus:
- Welche ökonomischen Zusammenhänge bestehen zwischen arm und reich? Ist das eine vom anderen abhängig?
- “Ziehen” die Reichen die Armen mit “nach oben” oder ist es eher umgekehrt?
- Wie funktioniert das Geld bei alledem?
- Welchen Einfluss hat das Geldmengenwachstum? Wie entsteht es und wer profitiert davon?
- Wie wirkt sich der Meudalismus auf die Konjunktur aus?
- Welche Bedeutung haben Verschuldung und Zinsen?
- Wie sind Staatshaushalt, Rentenkassen und andere öffentliche Haushalte in die Volkswirtschaft eingebunden?
Diese und andere Fragen sollen anhand von zwei Modellen in Form von Tabellen-Berechnungen und Diagrammen ergründet und beantwortet werden Die Modelle sollen vor allem grundlegende Einsichten in die langfristigen Veränderungen innerhalb einer Volkswirtschaft vermitteln.
Sie finden hier keine der sonst üblichen volkswirtschaftlichen Abhandlungen. Die Kenntnis der volkswirtschaftlichen Lehre wird zum Verständnis zwar nicht unbedingt vorausgesetzt. Die gängigen Theorien der Volkswirtschaftslehre werden hier aber auch nicht weiter erläutert. Für einen Überblick über die herrschende Volkswirtschaftslehre verweise ich auf folgende Seite der Fachhochschule Deggendorf “Grundlagen der Volkswirtschaftslehre“: http://www.bw.fh-deggendorf.de/itk/gast/kurs14.html.
Was dort wie überall in der Volkswirtschaftslehre freilich (leider!) völlig fehlt, ist eine differenzierende Betrachtung der wirtschaftlichen Möglichkeiten ([Fakten/Einkommen] “Die Einkommensentwicklung steht Kopf”) der einzelnen Marktteilnehmer (Menschen!) in der Volkswirtschaft und der Verschiebung von Vermögen und Geld weg von der breiten Bevölkerung hin zu wenigen Reichen ([Modelle/Der Nil] “Wenn das Geld fließt wie der Nil in der Wüste”). Auch fehlt jeder Blick in die Geldmengenentwicklung und die damit verbundene Verschleierung der tatsächlichen Nilentwicklung. So wird Nilpolitik erst ermöglicht. Die verbreitete Scheu der Volkswirte vor den Fragen des Geldwesens und einer Geldwirtschaft kommt hier voll zur Geltung.
Hier nun die notwendigen Ergänzungen zur herrschenden Volkswirtschaftslehre, zunächst in zwei Modellen:
Wie sich der Geldfluss einer Volkswirtschaft im Laufe von Jahrzehnten verändert und warum aus der sozialen Marktwirtschaft ein moderner Feudalismus wird.
Ein einfaches volkswirtschaftliches Model in einer Excel-Tabelle zeigt den wesentlichen Grund für den langfristigen Konjunkturzusammenbruch und beweist den “kleinen” Fehler in unserer Wirtschaftsverfassung.
Die Geschichte endet nie. Also: Wie geht es weiter? Und was kehrt die Entwicklungen aus den zuvor gezeigten Modellen wieder um?
Eine falsche Vorstellung vom Geldfluss in unserer Volkswirtschaft verhindert erfolgreiche Wirtschaftspolitik.
Antworten auf FAZ.NETs “Erklär mir die Welt”
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