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Die nächste Weltwirtschaftskrise kommt bestimmt

(2003)

von
Harald Wozniewski

Bei allem technischen und politischen Fortschritt. Wir sind bald wieder soweit! Die Ursachen der Krise sind heute die gleichen wie 1929, und die Politiker unternehmen auch heute nichts dagegen.

Hören Sie, wie es damals war
(ca. 2 Min. d. Sendg. d. BR2 v. 26.04.03, 3,3 MB)

Guido Knopp, 100 Jahre, Econ Verlag, München 1999, 2003, S. 102 f.:

“Die Weltwirtschaftskrise 1929

Bis heute wird in Fachkreisen darüber diskutiert, wie es zum Desaster an der Wall Street (Oktober 1929) kommen konnte. Aktienspekulationen und Schwächen in der Wirtschaftsstruktur werden für den »Großen Krach« verantwortlich gemacht. Dabei galt die amerikanische Wirtschaft in den »Goldenen Zwanzigern« als ausgesprochen gesund - die Industrie erlebte eine beispiellose Phase der Hochkonjunktur. Seit 1923 wuchs der Wohnungsbau, Automobilbetriebe boomten. Radios, Kühlschränke und Toaster bescherten den Elektrofirmen phantastische Umsätze. Dank neuer Technologien konnte mehr und billiger produziert werden. Da Löhne und Preise relativ stabil blieben, stiegen die Gewinne enorm. Das führte zu einer höchst ungleichen Verteilung der Kaufkraft. »1929 waren die Reichen ganz besonders reich«, schrieb der Wirtschaftsexperte John Kenneth Galbraith. Nur fünf Prozent der Bevölkerung verfügten über ein Drittel des gesamten privaten Einkommens. Die Durchschnittsfamilie war nicht in der Lage, sich ein Einfamilienhaus oder ein Auto zu kaufen – doch diejenigen, die es sich leisten konnten, hatten irgendwann ihren Bedarf gedeckt. 1929 drosselte wegen drohender Absatzschwierigkeiten die Industrie ihre Produktion. Wohin aber mit Profiten, die bisher in die Wachstumsbranchen (und damit an die Reichen) geflossen waren? Alternative Investitionsmöglichkeiten gab es kaum — lediglich der Aktienmarkt versprach weiterhin Gewinn.”

Lesen Sie auch: Weltwirtschaftskrise und Keynes Botschaft und Paul Krugman über den New Deal in den USA der 1930er Jahre.

Das schrieb Ludwig Erhard 1957:

“... So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, daß ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand da der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden.
Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet. Die Neugestaltung unserer Wirtschaftsordnung musste also die Voraussetzungen dafür schaffen, daß dieser einer fortschrittlichen Entwicklung entgegenstehende Zustand und damit zugleich auch endlich das Ressentiment zwischen ‘arm' und ‘reich' überwunden werden konnten. Ich habe keinerlei Anlaß, weder die materielle noch die sittliche Grundlage meiner Bemühungen mittlerweile zu verleugnen. Sie bestimmt heute wie damals mein Denken und Handeln.”
(Wohlstand für alle, 1957, S. 7)

Eine Idee der wir.ag: www.wir.ag/2.html
mit Bezug auf http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/kaufkraft.htm.

In der Demokratie gilt:
Die Mehrheit will es - so oder so!

Warum lässt die Mehrheit in Deutschland es sich gefallen, dass eine Hand voll Leute sich nach und nach ganz Deutschland einverleiben und die breite Bevölkerung - trotz aller Anstrengungen - immer mehr nach unten driftet? Ganz einfach:

Weil die Menschen unwissend gehalten werden und selbst die Politiker oft nur Marionetten der Reichen sind, so wie etwa George W. Bush (siehe Filmclip im Vorwort)!

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»Wohlstand für Alle«:

*Dr. Jürgen Borchert, Vorsitzender Richter am Hessischen Landessozialgericht
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