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Die Kompliziertheit unserer Volkswirtschaft macht es sicher nicht leicht, die wesentlichen Ursachen der seit Jahren andauernden Krise von den unwesentlichen zu trennen (schaut man auf die Arbeitslosigkeit, dauert die Krise schon Jahrzehnte). Insbesondere werden ständig Zusammenhänge, Argumente und Lösungen propagiert, die betriebswirtschaftlich gesehen völlig korrekt sind, die aber volkswirtschaftlich allenfalls katastrophale Folgen haben. Aber nicht der Betriebswirt hat für eine gesunde Volkswirtschaft zu sorgen, sondern der Staat!
(Leider wird der Staat an den meisten Stellen auch von den Reichen gelenkt, angefangen bei der FDP bis hin in die großen “Volksparteien”. Die Kompliziertheit einerseits und die Plausibilität von Argumenten aus betriebswirtschaftlicher Sicht machen es den Reichen leider sehr leicht, Verwirrung anzustiften und von den wahren Ursachen der Krise abzulenken - natürlich zu deren Vorteil.)
Auch wenn unsere Volkswirtschaft sehr kompliziert ist, so hat sie doch eine Eigenschaft, die vieles vereinfacht: unsere Volkswirtschaft ist eine Geldwirtschaft. Das bedeutet - wie jeder es selbstverständlich weiß -, dass alle Güter im volkswirtschaftlichen Sinne (also alle Waren, Dienstleistungen, ja sogar das zeitweilige Überlassen von Mietobjekten und von Geld selbst usw.) mit Geld bezahlt werden. Geld wird deshalb gelegentlich auch als “Transmissionsriemen” der Güterwirtschaft bezeichnet. Außer bei Schenkungen werden Güter stets gegen Geld “getauscht”.
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Ich stelle die folgende Untersuchung mittels zweier Excel-Tabellen an.
Die Excel-Tabelle erhalten Sie hier
http://www.meudalismus.dr-wo.de/volkswirtschaft.xls (ca. 2,3 MB).
In der ersten Tabelle verlasse ich die Güterseite unserer Volkswirtschaft und betrachte nur noch die Geldseite. In der zweiten Tabelle betrachte ich die Folgen der Geldseite für den in Vermögenswerten gemessenen Wohlstand der Bevölkerung.
Diese Tabelle beschreibt modellhaft eine sehr vereinfachte Volkswirtschaft. Untersucht wird der Verlauf der Konjunktur über 40 Jahre (gelbe Spalten) unter der Prämisse, dass ein Teil der Marktteilnehmer reicher wird als die anderen.
Betrachtet wird allein die Geldseite der Volkswirtschaft. Die Güterseite wird - spiegelbildlich zu der Tabelle hier - in der nächsten Tabelle betrachtet.
Das Kreditwesen ist ansatzweise integriert; man hätte die Beobachtungen (unten) aber auch ohne Kreditwesen machen können.


Diese Tabelle beschreibt sehr vereinfacht und modellhaft die Vermögensentwicklung der Teilnehmer aus der Tabelle “Geldseite”.

Sie können mit den Excel-Tabellen frei experimentieren und einmal versuchen, eine dauerhaft stabile Volkswirtschaft, also ohne Konjunktureinbruch, zu erreichen!
Falls Ihnen die Tabellen oben, in denen die Wirtschaft nur mit Bargeld, also ohne Giralgeld simuliert wird, zu unrealistisch oder zu einfach vorkommt, dann dürfen Sie sich auf die folgenden Excel-Tabellen freuen. In ihnen wird über ein Kreditinstitut (also eine Bank oder Sparkasse) Giralgeld verwaltet und - wie in der Realität - “geschöpft”.
Die Excel-Tabellen erhalten Sie hier
http://www.meudalismus.dr-wo.de/volkswirtschaftplus.xls (ca. 2,4 MB).
Diese Tabellen unterscheiden sich von den Tabellen oben außer durch die Existenz von Giralgeld dadurch, dass die Teilnehmer 1 bis 8 Kredite nicht bei den Teilnehmern 9 und 10, sondern bei dem Kreditinstitut nehmen können. Das hierzu anfängliche Geld stammt zunehmend aus den Schatullen der Teilnehmer 9 und 10. Auch die Höhe der Kreditlinie wird in diesen Tabellen genauer kontrolliert und auf das Dreifache des anfänglichen monatlichen Einkommen begrenzt. In der Tabelle Vermögensseite ist zudem der Wertverlust anders berechnet, so dass der Vermögenssaldo eines Teilnehmer (einschließlich der Schulden) auch negativ werden kann. Weitere Einzelheiten zu den Tabellen erfahren Sie in den Kommentaren in den Tabellen.
Die Beobachtungen und Feststellungen gleichen denen oben unter 1 und 2. Ergänzend ist zu nennen, dass das durch die Kreditvergabe geschaffene Giralgeld (vgl. dazu auch “Geld, das man nicht sehen kann”, http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec1/geld1_03.pdf) nicht dort in der Volkswirtschaft verbleibt, wo es - “aus der Not heraus” - geschaffen wurde, sondern sich früher oder später bei den Reichen ansammelt. Dies entspricht auch der empirischen Beobachtung (vgl. [Fakten/Einkommen] “Die Einkommensentwicklung steht Kopf”). Man wird daher behaupten dürfen, dass - volkswirtschaftlich gesehen - das Kreditwesen weniger denen dient, die auf Kredite angewiesen sind oder erscheinen, als denen, die die Kredite ursprünglich vergeben (Teilnehmer 9 und 10). Diese Behauptung trifft sogar völlig unabhängig davon zu, ob überhaupt Zinsen im Spiel sind oder nicht! Erst wenn Kredite notleidend werden, kompensiert sich dieser Vorteil wieder.
Hierzu will ich an dieser Stelle nicht mehr viele Worte machen, sondern verweise nur
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| Politiker wissen nichts oder zu wenig vom Meudalismus. Es fehlt ihnen dazu an Bildung. |
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| Politiker wissen vom Meudalismus, aber sind zu feige, dagegen anzugehen. |
| Die Frage stellt sich nicht, denn es gibt keinen Meudalismus. td> |
| Die Frage stellt sich nicht, denn die Politiker gehen gegen den Meudalismus vor. |
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