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Meudalismus
Appelle

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An unsere Meudalherren und Meudalfrauen!

Karlsruhe, den 3. November 2008

Geschätzte Meudalfrau,
geschätzter Meudalherr!

Schön, dass Sie vorbeischauen! Sie werden sicher schon die eine oder andere von meinen Seiten hier gesehen bzw. gelesen haben.

Vielleicht denken Sie, da ist mal wieder so ein “Linker”, der “sozialistische Gleichheit in der Armut für alle” schaffen und die Bevölkerung gegen mich aufwiegeln will. Einer, der neid- oder hasszerfressen die Erfolge von uns Tüchtigen mit Füßen treten will. Usw. usf.

Vielleicht denken Sie aber auch, da ist ein nicht ganz so dummer Kopf, der sich wahrlich um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und seiner Mitmenschen sorgt. Einer, der offenbar selbstlos viel Zeit, viel Fleiß und noch mehr Energie in die Klärung und Aufklärung der wachsenden ökonomischen und sozialen Probleme und in deren Lösung steckt.

Ich möchte Ihnen versichern, dass ich nichts gegen Sie persönlich habe. Auch wenn wohl leicht der Verdacht aufkommen mag, mache ich Sie und unsere anderen Meudalherren NICHT verantwortlich - nicht einmal moralisch verantwortlich - für die vielen von mir angesprochenen Probleme. Die meisten von Ihnen sind Unternehmer und Kaufleute, die einen guten “Job” machen. Ich weiß auch, dass es unter Ihnen ein paar Sklaventreiber gibt. Aber das sind Ausnahmen. Zwar gewöhnt sich die Bevölkerung an vieles, und, wenn die Entwicklung so weiter ginge, dann wäre bei uns in ein paar Jahrhunderten die Sklaverei im alten Stile wieder eingeführt; aber so weit wird es hoffentlich nicht kommen. Nein, wir brauchen Unternehmer wie Sie! Und wir brauchen eine gewisse Freiheit für Sie!

Dabei darf allerdings Ihre Freiheit nicht zur Unfreiheit der anderen Menschen in Deutschland werden. Das aber ist längst der Fall, wie Sie mit etwas gutem Willen meinen ganzen Studien zum Thema leicht entnehmen können. Waschechte Neoliberale sehen das freilich nicht. Die sehen nur die Freiheit für die Meudalherren, nicht aber die Freiheit für alle.

Nein, verantwortlich für all die Miseren ist allein unser Gesetzgeber, nicht Sie! Unsere vergangenen und gegenwärtigen Parlamentarier machen die Spielregeln, nach denen wir (gezwungenermaßen) miteinander Monopoly spielen. An den Gesetzgeber richte ich meine Vorwürfe. Nun gut, manche von Ihnen sind nicht völlig unschuldig. Denn sie nehmen gezielt und massiv Einfluss auf unseren Gesetzgeber, der weit über das hinaus geht, was mit einer Wahlstimme, die jeder hat, möglich ist. Aber das wissen Sie im Zweifel ja selbst am besten.

Die meisten von Ihnen (Meudalherren und -frauen), da bin ich mir sicher, werden sich für die Thematik hier nicht im Geringsten interessieren. Da Sie schon bis hierher gelesen haben, gehören Sie offensichtlich nicht zu diesem Kreis. Dann haben Sie sich vielleicht auch schon Gedanken um eine Lösung des Meudalismus-Problems gemacht.

Falls Sie dabei auf die Idee gekommen sein sollten, - etwas nach manchem amerikanischen Vorbild - eines Tages auf Ihr Vermögen (teilweise) zu verzichten, es also herzuschenken, dann vergessen Sie diese Idee! Ich würde so etwas auch nie an Sie herantragen. Denn, solange die existierenden Monopoly-Spielregeln in unserem Land weiterbestehen, würde nur Ihr nächster Konkurrent Ihren Platz einnehmen, und nichts wäre erreicht. Das allein ist schon Grund genug für Sie und jeden anderen Meudalherrn, so weiterzumachen wie bisher.

Trotzdem habe ich eine Bitte an Sie! Unterstützen Sie das Vorhaben hier, eine politische Lösung des Meudalismus-Problems zu erringen, nach besten Kräften! Manch anderer Leser wird sich denken, wie töricht es sei, das von Ihnen zu verlangen. Sie und ich halten das aber gar nicht für töricht. Denn es wäre - anders als die Schein-Lösung im Absatz zuvor - kein unüberwindliches Problem für Sie, große Teile Ihres Vermögens zu verkaufen, wenn Sie wüssten, dass alle anderen Meudalherren das gleiche tun müssten und daher kein anderer “reicher” und “mächtiger” sein könnte als Sie. Vielleicht wäre Ihnen das Ergebnis sogar deshalb lieber, weil Sie nicht mehr auf Platz X der Liste der reichsten Deutschen stünden, sondern - neben vielen anderen - auf dem Platz 1!

Auch wenn es ein Wunder wäre, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen. Ich würde mich darüber freuen!

Mit freundlichen Grüßen

dr. wo

Leser seit 03.11.2008:

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